Aber bitte mit Schmackes! – So waren KraftKlub am 19. März im Zenith München 

Was haben sich alle auf dieses Konzert gefreut. Es sollte laut werden, grandios und die Fans sollten bitteschön alle außer Rand und Band sein. Was folgte, war eine mittelmäßige Vorstellung der Band, die doch eigentlich immer irgendwie auf Krawall gebürstet zu sein scheint. Fehlanzeige.

Mit Playfellow fing der Abend an und als Support war das auch eher so mittelmäßig bis langweilig. Nichtsdestotrotz tanzten einige Besucher schon mit den ersten paar Bieren in den eher hinteren Reihen, die vordere Reihe wurde fast ausschließlich von pubertierenden 15-jährigen, weiblichen Fans besetzt. Die auch kein Pardon kannten und ein Kreischkonzert erster Güte begannen, als endlich ihre Band „mit K“ auf die Bühne kam. Groß angekündigt, die Erwartungen in der ausverkauften Halle waren hoch. Und dann fingen sie mit einem Intro von AC/DC an, von dem man sich noch immer fragt: Wieso, weshalb, warum? Diese Frage durfte man sich noch des öfteren im Verlauf des Abends stellen. Nicht zuletzt dann, als Max aus den ersten Reihen gebeten wurde, seine Freundin Nadine anzurufen, die leider nicht zum Konzert kommen konnte, und der dann über Handy entgegengeschrieen wurde, was sie denn gerade verpasst. Von Sänger Felix höchst persönlich. Irgendwie lustig, irgendwie unnötig.

Was vor allem aber extrem unnötig war, waren die Aussagen der Band zu München. „Wir waren ja schonmal in München. Damals haben wir im Ampere gespielt…“ Und es folgte eine lange Geschichte, die sich irgendwie im Laufe des Abends immer wieder mit in die Erzählungen verirrte. Eine Geschichte darüber, dass sie Stress mit irgendjemandem hatten, zusammengeschlagen wurden und dass sie sich geschworen hatten, eigentlich gar nicht mehr nach München kommen zu wollen. Charmant, diese Aussage vor über 6000 Fans. In München. Bei einem ausverkauften Konzert. Irgendwie retteten sie sich aber doch, indem sie das Publikum lobten. Und dann zum FOH kamen und in der Mitte der Halle spielten.

Musikalisch lassen die Jungs es krachen, bringen ihre Hits und lassen singen. „Wenn du mich küsst, schreib ich nie wieder Songs für Liam“ ist so einer von den Songs, die wohl niemals aus dem Ohr und Repertoire verschwinden werden. Die Fans singen mit, feiern ihre Band, die in der Tat immens Randale machen kann. Wenn man die Ansagen des Sängers ein bisschen ausblendet.

Auf ihrer Facebook-Seite ließen sie dann letztendlich doch verlauten: „”Oh, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen, so schön!” Randale in München.“ Und „OIDA. Was ne Nacht in München.“ Tja, war also doch nicht so schlimm. Am Ende des Konzerts gab’s Konfetti und eine Menge Randale, in der Tat. Benaglos, wuhu, ein kraftklubesker Abend ging zu Ende, an dem die Fans zufrieden und verschwitzt nach Hause gehen durften. Oida.(A.K.)

Leider gibt es von diesem Konzert keine Fotos!

 

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