Abriss – K.I.Z. im Zenith München

Unter dem Motto „Hurra die Welt geht unter“ wurde gefeiert, als gäb´s kein morgen mehr.  In einer zweistündigen Show wurde gesprungen, gepogt und geschrien, bis das gesamte Zenith in Nebel gehüllt war und auch der letzte an seine körperlichen Grenzen geriet. Dementsprechend kaputt, glücklich und satt und mit einem Dröhnen in den Ohren verließ die Menge die ausverkaufte Halle, Zeugnis einer gelungenen Show.
Zwischendrin erreichten K.I.Z jedoch außer Deliriumsgrenzen auch die Grenzen des Geschmacks. Mit Ironie und Sarkasmus wetterten die Berliner gegen das System und gegen die Münchner Schickeria. Das wird am Anfang noch lauthals gefeiert, verliert ab einem gewissen Punkt jedoch die Glaubwürdigkeit. Wenn Maxim dann zwischendurch seine Widergeburt feiert und blutverschmiert aus einer Pappvagina klettert, stellt sich die Frage, ob das wirklich notwendig war.
Manchmal ein bisschen drüber war die Show trotzdem vor allem eines: ziemlich fett, ein Abriss im K.I.Z.-Style eben.(P.P.)
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