Astronautalis – Neues Video zu „Running Away From God“

Astronautalis_coverEs klingt vielleicht übertrieben, aber ganz ehrlich gibt es da draußen gerade niemanden wie Astronautalis. Während er nebenbei als Reiseschriftsteller, Photograph und Harley Fahrer von sich reden macht und unbestritten der erste Rapper war, der auf der Biennale in Venedig nicht nur performte, sondern auch ausstellte, hat der umtriebige Wortakrobat seinen Hybrid aus Hip Hop, Indierock und Punk über ein Jahrzehnt lang auf Hochglanz poliert.“Cut The Body Loose“ ist das fünfte Album von Astronautalis und das erste, das er seit „De Oro“ von Jason Feathers veröffentlicht, dem medienwirksamen Projekt mit Frontmann Justin Vernon alias Bon Iver. Obwohl das Ganze sich in punkto Sound deutlich von der Musik von Astronautalis unterscheidet, sagt er, dass sein neues Album von „De Oro“ beeinflusst wurde. „Der Entstehungsprozess von ‚De Oro‘ mit Justin Vernon und den anderen hat mir derart Spaß gemacht, dass es die Art und Weise, wie ich mein eigenes Album aufnehmen wollte, verändert hat“, erklärt Astronautalis. Da war es nur konsequent, „Cut The Body Loose“ mit seinem langjährigen Produzenten John Congleton (Modes Mouse, ST Vincent) in den April Base Studios von Justin Vernon aufzunehmen.

„Running Away From God“ ist die Geschichte einer Hochzeit in New Orleans, zu der er nur sechs Monate nach Hurricane Katrina eingeladen wurde und über die Bewunderung, die er dabei empfand, Leute zu beobachten, die es in dem dort herrschenden Chaos schafften, zu lieben, zu trinken, zu tanzen und zu feiern. „Das große Thema des Albums ist es, Menschen in äußerst widrigen Umständen dabei zuzusehen, wie sie die Dinge in die Hand nehmen und noch immer die Kraft finden, zu tanzen, sich zu verlieben oder Kunst zu erschaffen. Im Angesicht dessen hat mich die in Amerika vorherrschende Selbstzufriedenheit irgendwann richtig runtergezogen. Das hat sich auch auf das Album niedergeschlagen,“ sagt Astronautalis.

Astronautalis auf Europa Tour:
18.05.2016 – AT – Wien – Arena
23.05.2016 – DE – Köln- Studio 672
24.05.2016 – DE – Dortmund – Sissi King Kong
25.05.2016 – DE – Berlin – Badehaus Szimpla
27.05.2016 – DE – Dresden – Groovestation
29.05.2016 – DE – Nürnberg – K4

foto: Megan Thompson