Bandschau 2016 – PULS Festival im BR Rundfunkhaus

PULS, das junge Programm des bayerischen Rundfunks hatte auch dieses Jahr die Crème de la Crème der jungen Münchner Szene ausgemacht, um das Publikum am 26. November wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Auch dieses Jahr musste man schnell sein, denn die begrenzten Karten waren begehrt und in Windeseile ausverkauft.

Wohl bekannte Namen, wie Drangsal oder Local Natives, die trotz ihrer späten Stage-Time als geheime Headliner gehandelt wurden, mischten sich unter Newcomer und echte Liebhaberbands, unter die Durchstarter von morgen.

Wie auch im letzten Jahr setzte das Münchner Rundfunkorchester dem Sound das klassische Sahnehäubchen auf. So bot der Abend Fans von Drangsal, RY X und Co. nicht nur die Möglichkeit, sich von Raum zu Raum treiben zu lassen und Konzerte ihrer Lieblingsbands zu besuchen, sondern im Rahmen der Orchesterunterstützung neue Soundkreationen wirken zu lassen.

 

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Das Highlight des Abends war der Auftritt von Isolation Berlin. Alternativen Gitarrenrock, deutsche Texte und Melodien à la Rio Reiser brachten die 4 Jungs aus der Großstadt in die Rundfunkstudios. Selten hört man jemandem mit solchem Genuss beim Schreien zu.

Saint mischte mit Lässigkeit Hiphop-Beats und fulminante Klaviersoli, Nalan381 machte die Raver mit ihrem Science-Fiction-E-Pop glücklich und C.O.W. 牛 schraubten und drehten hinter verpixelten Masken an ihrem Sound, bis die Knöpfe glühten. Die aufgeheizte Stimmung nutzten Mule and Men für ihre Symbiose und brachten das Studio zum Beben. Zuvor hatte der Moderator in der Ankündigung des neuen Kollektivs nicht nur ein Stimmungshoch versprochen, sondern dazu aufgerufen, die Holzverkleidung trotz bevorstehendem musikalischen Abriss an den Wänden zu lassen. Das Publikum rastete noch einmal aus, das Rundfunkhaus blieb glücklicherweise bestehen, ein rund um glückliches Fazit des PULS Festivals 2016.(P.P.)

Fotos vom Festival gibt es hier und auch hier.

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