Beste Live-Band der Welt – Mumford & Sons in der Münchner Olympiahalle 

Mumford and SonsMit Indie-Rock, wie er im Buche steht, eröffneten Gang Of Youths das ausverkaufte Konzert am ersten Mai als Vorband in der Münchner Olympiahalle. Vier Musiker um Frontmann David Le’aupepe, tätowiert, mit langen Haaren und Bart, auch äußerlich ein klassischer Indie-Rocker, ließen die Einstimmungsmelodien erklingen. Die Beziehung zu Marcus Mumford könnte man wohl mit Seelenverwandtschaft beschreiben. Stimmlich war die Ähnlichkeit auf jeden Fall nicht zu bestreiten, was im direkten Stimmvergleich gegen Ende der Show noch deutlicher werden sollte.

Die Bühne war inmitten der Halle platziert, so war bereits der Einzug der britischen Folk-Rock-Band Mumford & Sons im tosenden Applaus mehr als spektakulär. Zu „Little Lion Man“ hielt es dann schon keinen mehr auf den Plätzen. „Ditmas“ wurde angespielt, nun hielt es Marcus Mumford nicht mehr auf seinem Platz. Singend kämpfte er sich durch die Fanmenge und ließ auch die oberen Ränge auf seinem Weg nicht aus.

Auch die leisen Töne waren präsent und verliefen sich wider Erwarten keineswegs trotz der enormen Größe der Halle. Ein goldenes Lichterdach setzte das Stimmquartett, nur durch eine Akustikgitarre unterstützt, für „Forever“ in Szene. „So love with your eyes, love with your mind“, hallte es durchs Publikum und war Auslöser für einen der vielen Gänsehaut-Momente des Abends.

Gegen Ende wuchs die klassische Vier-Mann-Besetzung nochmal auf das mehr als dreifache an. Kalt-weiße Lichtkegel erleuchteten die insgesamt 14 Musiker, während sich Mumford & Sons mit Gang Of Youths zu einer orchestralen Mannschaft vereinten. Dann läuteten „I Will Wait“ und „Delta“ nach einer 90 minütigen Show, die so gerne noch ewig hätte weitergehen können, im Konfetti-Regen den Schluss ein.

Mumford & Sons gehören definitiv zu den besten Live-Bands der Welt. Die Show in der Münchner Olympiahalle hatte mal wieder einen klaren Beweis dafür geliefert. (P.P.)

Fotos Mumford & Sons

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