Die neue Generation des Reggae: Gentleman auf dem Tollwood Sommerfestival München

Reggae. Bob Marley, Jamaika, Dreadlocks – das sind die ersten Attribute, die einem spontan einfallen. Doch bei Gentleman verhält sich das etwas anders.

Special Guest waren Jamaram und heizten der gut besuchten Musik-Arena ein, machten Stimmung und groovten die Menge ein.

Aber richtiger Gentleman wäre keiner, würde er nicht die Ladies auf die Bühne gehen lassen – first, versteht sich, und so wurden die ersten beiden Songs nach dem Intro von den beiden Sängerinnen mit Bravour gesungen. Als Gentleman die Bühne betrat, gab es im Zelt kein Halten mehr – mit Jubelrufen und ausgelassener Stimmung wurde der in Köln lebende Sänger begrüßt.

Lange Zeit hat er in Jamaika gelebt und den Reggae lieben gelernt. Dies zeigt sich auch bei seiner Performance, die zwar nicht frei von allen Klischees, aber bar jeglicher Pseudo-Attitüden ist.

Seit dem 20. März 2014 ist er in dem Film “Journey to Jah” zusammen mit dem Reggaekünstler Alborosie zu sehen. Sieben Jahre lang wurden sie von den beiden Regisseuren Moritz Springer und Noel Dernescheine begleitet. In dem Film geht es um Jamaika, welches zwar zwiegespalten, aber auch rebellisch und spirituell ist, insbesondere in Bezug auf die Musik und dem, was einst das Land der Rastafari war.

Auf der Bühne schimmert dieses Jamaika durch, Gentleman lässt sein Publikum daran teilhaben und die Klänge des Reggaes finden ihren Weg – mal ruhig, mal tanzbarer und immer interessant und nicht abgedroschen oder langweilig.(A.K.)

Fotos Gentleman 24.07.14

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