Es wird Herbst: Highasakite am gestrigen Abend im Ampere München

Dass der Sommer buchstäblich ins Wasser gefallen ist, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Doch dies sollte – auch dank der vielen großartigen Festivals – kein Grund sein, traurig zu werden. Denn dies bedeutet nur, dass die Indoor-Konzerte wieder losgehen. So starteten Highasakite eindrucksvoll im Ampere des Muffatwerks und bescherten ihrem Publikum ein bezauberndes Konzert.

Einen zähen und anstrengenden Auftakt machten Farao, die sich zwar nahtlos in die lange Reihe der Singer-Songwriter eingliedern, aber mit ihren seichten Songs keineswegs Begeisterungsstürme auslösen konnten. Im Gegenteil: Man musste sich zwingen, zuzuhören.

Laut, aufgeweckt und poppig ging es weiter, als Highasakite die Bühne betraten. Eine Welle der Melancholie durchflutete das Ampere, die immer wieder eingängigen, tanzbaren Passagen wich.

Energisch und mit hohem stimmlichen Wiedererkennungswert präsentierten sich die Norweger. Dieser ist nicht zuletzt auch Sängerin Ingrid Helene Håvik zu verdanken, deren Stimme sich sanft über die Synthesizer und Bläserparts legt.

Es macht Spaß, dieser Band, wenn auch ab und zu ein wenig übersteuert und zu laut, zuzuhören. Denn mit ihrer Musik transportieren sie zwar nicht die ganz großen Gefühle, dafür aber dieses Bisschen, das den Unterschied macht. Es sind oftmals die einfachen Melodien und Texte, die das Potential haben, glücklich zu machen. Genau dieses kleine bisschen Glück durften die Besucher an diesem Abend mit nach Hause nehmen.(A.E.)

Fotos Highasakite

Fotos Farao

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