Gemischte Gefühle bei Biffy Clyro im Zenith München

Eigentlich ist es mittlerweile bekannt, dass das Zenith Soundproblematiken aufweist, doch man kann immer wieder auf’s Neue überrascht werden. So auch an diesem Abend bei der immens passenden Vorband Lonely The Brave, die jedoch viel zu laut und schlecht abgemischt war.

Biffy Clyro, die dieses Jahr ihr Album “Ellipsis” veröffentlicht haben, legten mit einem etwas eindrucksvolleren Showbeginn nach: Ein Frauenchor, der durch die Lautsprecher dröhnte und das Konzert pathetisch und dennoch schön eröffnete.

Währens Bassist James Johnston von Beginn an oberkörperfrei auf der Bühne stand, entblößte sich Sänger Simon Neil erst nach und nach.

Das Publikum, anfänglich und bei den neueren Songs etwas zurückhaltend, erweist sich als textsicher, ganz besonders bei der Hymne “Biblical”, welche, und das muss leider gesagt werden, auf der Platte sehr viel besser klingt als live.

Angenehm bei Biffy Clyro ist, dass sie zwischen den Songs nicht viele Worte verlieren und ihren Fans somit ein Konzert schenken, bei dem die Musik zum absoluten Mittelpunkt wird und auch bleibt.

Auch die Setlist gestaltet sich abwechslungsreich, so wechseln sich sehr rockige Songs mit den balladesken ab. Erstere kommen auch beim Publikum sehr viel besser an, sind energisch, treibend und erstaunlich hart.

Biffy Clyro stechen besonders aufgrund eines Details hervor: Sie sind in ihren Songs abwechslungsreich, auf der Bühne damit aber sehr entspannt und somit sehr authentisch. Man sieht und hört ihnen gerne zu – auch im Zenith.(A.E.)

Fotos Biffy Clyro

fotos Lonely The Brave

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