Joasihno, Lary und Hello Gravity am 1. August live beim Abschlusskonzert der 13. STARTRAMPE-Staffel

München, 24.07.13.   Wo normalerweise Fagott und Harfe des Rundfunkorchesters des Bayerischen Rundfunks sanfte Töne anschlagen, gibt es am Donnerstag, 1. August 2013, Gitarren, Beats und Wahnsinns-Gesang auf die Ohren.

Dann entern die drei Bands der aktuellen Staffel Startrampe gemeinsam im altehrwürdigen Studio 2 die Bühne: Joasihno aus Eichstätt/Deggendorf, Hello Gravity aus München und Lary aus Berlin. Im BR-Funkhaus in München spielen sie zum Abschluss der 13. Staffel der Fernsehsendung Startrampe ein exklusives Konzert.

Ob im Studio, auf Tour oder im Probenraum – Startrampe war drei Monate lang mit der Kamera immer hautnah an den drei Bands Hello Gravity, Lary und Joasihno dran. Sie haben Überraschungskonzerte an ihnen nicht bekannten Orten gespielt, einen Extra-Song für Startrampe komponiert und haben Stars und Idole getroffen. Unter anderem beweist Lary im Gespräch mit Marteria ihre Rap-Skills, Joasihno erfahren von Modeselektor Spannendes über ihre DJ Anfänge und Hello Gravity plaudern mit der französischen YouTube-Entdeckung Irma über musikalische Inspiration und die Kraft des Internets.

Besonders viel zu tun hatten die Newcomer aber beim Dreh zu einem aufwändigen Musikvideo für einen ihrer Songs. Mit dem Team von Startrampe haben sie sich Gedanken über Locations, Outfit und filmische Umsetzung ihres Songs gemacht. Auf startrampe.de  können die User vom 8. bis zum 31. Juli 2013 für ihren Favoriten voten. Die Band mit den meisten Klicks bekommt am Konzertabend den Startrampe-Publikumspreis überreicht.

 

Die drei Bands kurz vorgestellt:

Joasihno – Astronauten im eigenen Klanguniversum

Als 2011 das Debüt erschien, war Joasihno ein Ein-Mann-Projekt. Jetzt ist ein Duo daraus geworden. Gerade haben Cico Beck und Nico Sierig ihr Zweitwerk beim Label der Indie-Helden The Notwist rausgebracht. Das aktuelle Album „A Lie“ wurde mit dem ehemaligen Tomte-Pianist Simon Frontzeck in Berlin gemischt: Vielschichtige, komplexe Beat- und Soundcollagen schichten sich da übereinander, die Arrangements ufern gerne mal aus, die Songs durchlaufen fließend die verschiedensten Aggregatszustände. “Es macht viel Spaß in Berlin zu sein. Aber irgendwie find ich’s da dann auch oft schnell anstrengend. Es ist halt einfach ein bisschen purer, wenn man auf dem Land ist“, meint Cico Beck. Eichstätt und Deggendorf sind ihre Heimatstädte. Da kommen Joasihno her, dahin kehren sie immer wieder zurück, auch wenn es sie mit ihrer Musik gerne mal in weit entfernte Gegenden der Welt verschlägt: zum Instrumente kaufen und ausprobieren nach Indien oder Ghana, zum live spielen nach Brüssel, Paris, Wien oder Hamburg.

Hello Gravity – Die Jungs mit der goldenen Diskokugel

Brüder in Bands, das geht gerne mal schief – auf die eine oder andere Weise: Mal kommt große Musik dabei heraus, aber die Geschwisterliebe schlägt in tiefen Hass um. Hello Gravity aus München sind eine Band mit Brüdern, bei der es zu klappen scheint. Von wilden Wortgefechten und innerfamiliären Handgreiflichkeiten hat man auf jeden Fall noch nichts gehört. Im Gegenteil, die Band fährt sogar gerne mal zusammen in den Urlaub und umarmt sich vor jedem Auftritt. Und trotzdem ist die Musik alles andere als grauenhaft. Hello Gravity spielen Indiepop britischer Prägung – die wavige Variante mit großer Geste, schmissigen Refrains, dicken Beats und funkelnden Synthies. Mit Glitzer im Gesicht, Backgroundchören und Falsettgesang. Mike Zitzelsberger (Gesang & Keyboard), sein Bruder Tom (Bass), Felix Koch (Gitarre) und Simon Popp (Schlagzeug) haben das heimatliche Schrobenhausen verlassen, um nach München zu ziehen. Eine gute Entscheidung: Dieser Tage erscheint mit „The Golden Kind“ schon das zweite Album der vier jungen Musiker, nach dem 2011 erschienenen  Debüt „Wunderkind“. Die erste Show in London haben sie gerade gespielt, bald sind Paris und Kalifornien dran.

Lary – Mit LoFi-R’n’B im Kopf durch die Wand

Die Berlinerin Lary ist Sängerin, Bloggerin, Model und Schalke-Fan. Sie ändert gerne ihre Meinung, weiß aber trotzdem immer, was sie will. Sie hat ihr eigenes Musikgenre er- und prominente Verehrer gefunden. Diese Frau hat so viel Power, dass sie die Energiewende ganz alleine durchziehen könnte. Ihre aktueller YouTube-Hit heißt „System“: Minimalistische elektronische Drums, ein mächtiger an- und abschwellender Synthie-Bass, stotternde Vocal-Samples. Lary räkelt sich im Video dazu in Lederhotpants auf dem Boden, blickt lasziv in die Kamera und wirft ihre langen Zöpfe durch die Luft. „Du musst raus aus mei‘m System“, haucht sie mit unterkühltem Sex-Appeal. Dasselbe denkt man sich als Hörer, denn die infektiöse Hook brennt sich sofort ins Gehirn und verfolgt einen noch tagelang. Kein Wunder, dass Jan Delay ihr bereits eine große Zukunft orakelt hat. Sie geht dahin, wo man hin muss, wenn man in Deutschland zum großen Pop will: nach Berlin. Dort arbeitet sie an ihrer ganz eigenen Vision. Sie versucht dabei, moderne Tanzmusik mit dem Erbe der Neuen Deutschen Welle zu verknüpfen. Ihr eigenes Genre hat Lary folgerichtig „Future Deutsche Welle“ getauft. Und die schwappt derzeit schon erfolgreich durchs Programm diverser größerer Radioanstalten und hat Lary zu einem Vertrag bei der renommierten Booking-Agentur Four Artists verholfen.

 

Startrampe live

Wann: Donnerstag, 1. August 2013

Wo: Studio 2 im BR-Funkhaus München

Einlass: 20.00 Uhr

Karten ab 1. Juli 2013 bei München Ticket und bekannten Vorverkaufsstellen

 

quelle: Bayerischer Rundfunk

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