MADSEN – Advent, Advent die Halle brennt… oder: das etwas andere Adventssingen  

madsenZum Nachholkonzert (der ursprüngliche Termin musste wegen Krankheit verschoben werden) am 22.Dezember stürmten die Massen nicht in den erwartet berauschenden Zahlen in die Tonhalle, wie anfangs noch angenommen. Immerhin war der einst geplante Abend im November restlos ausverkauft, heute waren aber wohl schon einige zugereiste, studentische Anhänger der Band auf der Autobahn oder im Zug auf dem Weg zur Familie. Und auch wenn man nicht dicht gedrängt wie in einer Sardinendose Körperwärme mit unbekannten Menschen austauschen durfte, füllte sich die Venue zusehends bis auf einige Restplätze.

Den Abend eröffneten die Bremer Deutsch-College-Popper von Grillmaster Flash und die Jungs. Sympathisch waren die Buben ja. Tanzbar war ihre Musik allemal, aber man musste schon mehr als einmal dezent über den nicht immer 100 % fehlerfrei dargeboteten Sound hinweghören. Allein Sascha Madsen kündigte die Jungs vorab allerdings mit einem fast schon ergreifenden Plädoyer an, in dem er von gewachsener Freundschaft sprach und man gönnte GF und den Jungs diese Konzert-Reise aus tiefster Seele. Schön, wenn auch noch Bands aus dem eigenen Nachwuchs mit Zweieinhalbtausend Facebook-Anhängern eine solche Mainstream-Tour bestreiten dürfen!

Ähnlich besinnliche Gedanken kamen beim darauffolgenden Madsen-Gig natürlich nicht mehr auf, Vorweihnachtszeit hin, Vorweihnachtszeit her. Ein Paukenschlag traf auf den nächsten, mit jedem Song ließen die fünf Niedersachsen eine Rakete in die Luft steigen, nur um mit der brennenden Lunte bereits die nächste anzuzünden. „Mit Dem Moped Nach Madrid“ ließ Feitertagsstimmung aufkommen, ebenso wie einige kurz angedeutete Covers in Form der Pubertätshymne „Smells Like Teen Spirit“, dem Haddaway Disco-Foxxer „What Is Love“ oder The Clash´s Schlüpferstürmer „Should I Stay Or Should I Go“. Die Zugabenwelle wogte zwischen den Band-Highlights „Leuchttürme“, „Mein Herz Bleibt Hier“ und „Lass Die Musik An“. Nicht von der Hand zu weisen bleibt folgende Tatsache: Madsen werden auch im Jahr 2019 noch zu den besseren Deutschen Liveacts gehören. Und 2020 wahrscheinlich auch.(O.D.I.)

Fotos Madsen

Fotos Grillmaster Flash & The Jungs

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