MILLIARDEN – Neues Video zu „OH CHÉRIE“ veröffentlicht

Milliarden2_Credits_Vitali_GelwichBen, Sänger von Milliarden, erzählt zum Song: „Der Moment, in dem man sich der Gewalt der Liebe ausgesetzt sieht, fühlt sich oft furchtbar lustvoll an. Es gibt Situationen in meinem Leben, aus denen wir in diesem Lied erzählen, ja. Und nicht alles, was sich überhöht anhört, ist das auch. Ich glaube um so intensiver man fühlt, desto mehr geraten die Extreme Liebe und Hass auch aneinander. Vielleicht bedingen sie sich sogar. Der erste Schlag ist vergleichbar mit dem ersten Kuss, glaube ich.“

Und auch die Idee zum Video kam von der Band selbst. „Als wir uns für ein Musikvideo zu „Oh Chérie“ entschieden haben, entwickelten wir einen Ideenkatalog, der am Ende genau so groß wie utopisch wurde. Johannes und ich waren kurz davor 10000 Menschen zusammenzutrommeln, um den Song in Casena von Jonathan Messe als lebendiges Bild oder Plastik in Blut und Sperma untergehen zu lassen. Dann hat uns aber Fredi, unser wunderbarer Regisseur, auf Grund der fehlenden Milliarde, die alles pi mal Daumen gekostet hätte, wieder auf den Boden der Tatsachen geholt und uns die nicht weniger utopische Lilith Stangenberg als Spielpartnerin vorgeschlagen. Wir waren verzückt und uns war klar, dass wir einen direkteren Weg gehen müssen.“

Milliarden sind aktuell im Studio und arbeiten am Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll.

Ben Hartmann und Johannes Aue aus Berlin begegneten sich eher zufällig bei der Aufnahmeprüfung an der Universität. Doch daraus wurde eine tiefe Freundschaft und musikalische Verbindung. Als Band geht es den beiden um Widerspruch, Kontrast und Zerrissenheit. Irgendwas zwischen kantigen deutschen Texten, eingängige Harmonien und Punk-Spirit. Sie singen vom Ausbruch aus dem Käfig und von den schrecklich schönen Momenten. Vom Fieber, von Wut, vom Exzess, vom Schmerz und vom Wandel. Von Sehnsucht und von der Liebe. Und manchmal von Hass.

 

foto: ©vitali gelwich