Musikalische Vielfalt mit James Morrison im Kesselhaus München

Bei dem Namen, zumindest beim Nachnamen, dürfte die Musikwelt aufhorchen. Doch es ist James, nicht Jim. Und er ist auch ganz anders als Jim, er hat auch nicht die Doors als Band. Sondern viele Instrumentalisten, die ihn eindrucksvoll und vielseitig begleiten.

Kelvin Jones als Supportact gibt sich charmant, covert einige Songs und samtweichelt mit seiner Stimme durch eine schöne erste halbe Stunde.

Pünktlich betritt der einstmalige Straßenmusiker die Bühne des Kesselhauses und seine raue, an zu viel getrunkene Whiskeys erinnernde Stimme vermag die Zuschauer in Verzücken zu versetzen. Zauberhaft schön, ein bisschen kitschig und irgendwie an die 80er Jahre reminiszierend.

Mit „Broken Strings“ hat er den Radiohit schlechthin gelandet, alle weiteren Songs, die er mit seine Backgroundsängerinnen und Band performt. Schmalz, oh Schmalz. Genau das Richtige für einen verregneten Samstagabend, es ist Kaminmusik für den 14. Februar oder auch für Liebeskummer mit Chips, Schokolade und Eis.

Egal, ob man gerade glücklich, unglücklich, Hals über Kopf oder gar nicht verliebt ist – das Konzert, welches anfänglich etwas spärlich und vorsichtig bejubelt und beklatscht wurde, bekommt mit fortschreitender Zeit Schwung, die ersten Reihen tanzen, hinten kuschelt man, sich sanft in den Armen des Partners wiegend. Aber hinten wird gestanden, mitsingen ist nur für die ersten Reihen.

James Morrison, dessen Stimme so markant ist, gibt sich von einer weichen, zarten Seite. Und so ist auch das Konzert. Zart und weich. Die Ladies sind glücklich verzaubert.(A.E.)

Fotos James Morrison

Fotos: Kelvin Jones