Rock und gute Laune mit den Killerpilzen beim Theatron Sommerfestival 2013

München, 22.08.13.   Alle Jahre wieder im Sommer – das Theatron Sommer-Festival, welches zwar schon alle witterungsbedingten Hochs und Tiefs erlebt hat, sich aber an diesem Abend sowohl musikalisch als auch vom Wetter von seiner besten Seite zeigte.

Vom 1.-25. August findet dieses Jahr am Theatron im Olympiapark eine Reise durch die verschiedensten musikalischen Gefilde statt, bei der wohl jeder Geschmack getroffen werden konnte.

Laut und rockig ging es am gestrigen Abend zu, ein wenig Indiependant und auch ein bisschen Pop. Den Anfang machte Stefan Maier Band, deren Sänger von News Today bekannt ist. Nun hat er sich ein neues Projekt aufgebaut und tritt seitdem mit Band auf.

Musikalisch doch eher rockig, dem Pop auch nicht abgeneigt, zeigte die Stefan Maier Band, dass sie durchaus vielseitig und ambivalent sind. Mit fast schon britrockig angehauchtem Sound brachten sie das Publikum zum Mittanzen- und Singen.

Was wäre diese Welt nur ohne ihre alternativen Bands? Ein wenig weniger schön, unspannender und musikalisch um ein Vielfaches langweiliger. Somit setzen Stefan Maier Band einen weiteren Akzent in dieser Vielfalt und dem immensen Angebot. Vielleicht nicht in Dauerschleife hörbar, aber ein kleines Schmankerl für einen gelungenen Konzertabend.

Dass sie „keine Kinder mehr“ sind, besingen die Killerpilze nicht nur in ihrem Song „Die Stadt klingt immer noch nach uns“, sie zeigen es auch auf der Bühne. Mit ihrem im März diesen Jahres erschienenen Album „Grell“ sind sie momentan auf den Festivals unterwegs, im September geht es auf den zweiten Teil ihrer Tour. Somit geben sie auch den Besuchern des Theatrons eine Kostprobe davon, dass sie erwachsen geworden sind. Sie sind nicht etwa eingerostet, sondern haben lediglich ihren Weg gefunden, sich zu positionieren, ihren Standpunkt als Band zu vertreten. Sowohl musikalisch als auch textlich. Nie klangen ihre Texte so reif, überlegt und doch bejahend. Eine gute Portion Ernsthaftigkeit, Freude und Melancholie vermischen sich in ihren neuen Songs zu einem brisanten Mix, den man so in den letzten Jahren nicht von ihnen gewohnt war. Sie versuchen nicht, irgendwer zu sein oder zu werden. Sie sind auch keine Musiker, die eine besondere Lücke zu schließen versuchen, weil sie mit ihrer Musik einem Idealbild hinterherrennen. Ihr Idealbild sind sie selbst, ohne dass sie arrogant oder abgehoben sind. Rampensäue, das sind sie. Aber nicht etwa einstudiert. Sondern weil sie Spaß haben, auf der Bühne zu stehen und ihre eigene Musik zu machen.

Die Killerpilze, ob nun rockig oder balladesk, finden auf der Bühne ihr Zuhause, ihre Fans feiern mit und kennen die Songs auswendig.

Eine Überraschung hatten sie ebenfalls noch zu verkünden: Ihr Jahresabschlusskobzert spielen sie am 21. Dezember in der Backstage-Halle. Es darf sich also gefreut werden und der „erste Zug“ nach München genommen werden. Der Vorverkauf startet am 22. August.

Am Ende gab’s noch „Ohne Dich“ und „Springt hoch“ – ein würdiger Abschluss für diesen gelungenen Abend.

Die Theatron-Bühne wird noch für die kommenden Tage einigen Musikern bis zum 25. August bereitstehen, am Donnerstag für Jesper Munk und Twelve After Elf.(A.E.)

Fotos Stefan Maier Band

Fotos Killerpilze

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