SANTIGOLD – Neues Video zu „Chasing Shadows“

santigold99cent_coverSantigold startet 2016 mit dem Launch eines neuen Tracks und dem dazugehörigen Video zu „Chasing Shadows“ aus ihrem dritten Album „99 Cents“, welches am 26.02. veröffentlicht wird. Vampire Weekends Rostam Batmanglij produzierte den eingängigen Mid-Tempo-Song, der an Jay-Z’s Klassiker „Hard Knock Life“ erinnert und Backing Vocals des West Los Angeles Kinderchors beinhaltet.

„Chasing Shadows“ handelt von dem Konflikt der einzelnen Realitäten, die ein Künstler parallel lebt. Gefangen in dem Netz, dass wir uns selbst schaffen, der Mischung aus Hybris und unter dem Deckmantel der Vollkommenheit, vor der wir im Eifer des Gefechts fürchten, verschluckt zu werden. Niemals im Moment lebend, so schnell, wie wir unsere Ziele erreichen, so schnell verschiebt sich unser Blick auf die Ziele, die noch in der Ferne liegen. Wir richten uns hart dafür noch nicht weiter gekommen zu sein und leben unter der ständigen Angst im Konsumrausch unterzugehen. Die Texte zeigen die Dringlichkeit auf, immer wieder gegen den Strom anzukämpfen, um künstlerische Integrität zu erhalten, und gegen die Gefühle der Isolation und des Leerstands durch eine Persönlichkeit, die immer „on“ ist und bereit für die Show, anzukommen“, sagt Santigold.

Unterstrichen wird dieses Gefühl durch Santigolds Schnellfeuer-Gesang auf „Chasing Shadows“. In dem Video, welches erstmals bei Tidal Premiere feierte und nun auch auf YouTube verfügbar ist, hat Elliott Lester (Nightingale, Blitz, Love Is the Drug) Regie geführt und zeigt Santigold im 70er Jahre Vorstadt-Chic in verschiedenen Situationen, aber immer alleine.

Auf dem neuen Album „99 Cents“ stellt Santigold die kommerzielle Natur unserer Welt und die Art und Weise in der wir uns selbst und unser Leben auf Konsum ausrichten, in Frage. „Wir haben keine Illusion, die wir nicht leben, in einer Welt in der alles verpackt ist. Das Leben der Menschen, Persönlichkeiten, alles ist gewollt und gezielt initiiert. Es kann dunkel, eindringlich, tückisch sein und uns zum Ausflippen bringen, aber auch albern und lustig sein, so dass wir lernen können, damit zu spielen.“, sagt sie.

Auf „99 Cents“ hinterfragt Santigold auch unsere Faszination für Perfektion und unsere inhärente Unfähigkeit selbige zu erreichen. Der Einsatz von verspielter Satire, Sozialkritik und Selbstbeobachtung, um diese Themen zu erkunden, spiegelt sich auch in dem Album Artwork wider. Dies ist eine Zusammenarbeit mit dem Fotografen Haruhiko Kawaguchi, der Santigold, inmitten von überladenen Güter, bereit für das Geschäft mit Folie umwickelt, abgelichtet hat. Santigold demonstriert auf „99 Cents“ nicht nur hohen musikalischen Anspruch, sondern auch inhaltliche Reflektiertheit, die zum Nachdenken anregt.

 

foto: ©warner music