Seichte Stimmung – Alexa Faser am Donnerstag im Ampere München

Wir lieben sie, die kleinen, stimmungsvollen Konzerte im Ampere, die so eine intime Atmosphäre haben. So auch an diesem Abend mit Alexa Feser, bei dem dem ein pseudo-intellektuelles Publikum der Frau am Klavier lauschte und das so gut zu dem kalten Winter passte.

Beinahe pathetisch beginnt das Konzert mit orchestralen Einspielungen, bevor sich die Lady des Abends ans Klavier setzte, es hatte fast etwas von einem Liederabend. Doch kaum war dieser Moment vorbei, startete sie ihr Programm, welches anfänglich ein wenig an Helene Fischer und Schlager erinnerte. Ihre Band blieb derweil dezent im Hintergrund, während Alexa Feser von funkelnden Sternen und einer Stadt ohne Skyline sang.

Sie unterhielt ihr Publikum mit kleinen Anekdoten und leitete damit mehr oder weniger galant zu ihren Songs über. Ein bisschen Kitsch, ein bisschen zu viel Schmalz, ein wenig Wehmut. Doch das gefällt und zwar nicht nur Udo Lindenberg, der die Sängerin aus Wiesbaden lobte, sondern auch dem Publikum.

“Und jetzt alle zusammen” wurde zum Leitspruch des Abends, das Publikum “oh-te” fleißig mit. Etwas zu überschwänglich zuweilen ihre Ansprachen und “Danke München”, konnte sie stimmlich dennoch überzeugen.

Was bleibt zwischen den halb-melancholischen, etwas nostalgischen Ansprachen finden sich tanzbare Songs, welche die Bogen zwischen balladesk bis hin zu poppig-rockig durchaus schlagen konnten.

Ab und an nuscheln sich ein paar tiefe Töne, ein paar warme Töne ein, die diesem Stil durchaus entsprechen. Etwas fehl schlagen die Versuche, das Publikum zum Tanzen zu animieren, also zieht sie Endungen lang, schlenkert letzte Töne in eine nächste Strophe und bleibt doch motiviert.

Ein lauschiges, seichtes Konzert, dem es etwas an Lebendigkeit gefehlt hat.(A.K.)

Fotos Alexa Feser

Anzeige