Skunk Anansie rocken die Muffathalle

In allererster Linie war es laut. Vielleicht zu laut, aber genauso war es richtig. Skunk Anansie, deren Vorband The Pearl Harts schon gut Stimmung machten, rockten die ausverkaufte Muffathalle am Freitagabend auf eine ganz besondere Art und Weise und bewiesen, dass sie heute noch genauso energisch sind wie damals in den 90ern.

Mit politisch expliziten Texten und kein Blatt vor den Mund nehmend stürmte die britische Band die Bühne und sofort wurde die komplette Halle in den Bann von Sängerin Deborah Anne Dyer gezogen. Mit einer atemberaubenden Stimmgewalt schmetterte sie „And Here I Stand“, gefolgt von „Intellectualize My Blackness“ und „Because of You“. Drei erste Songs, die mit solcher Energie und Intensität gespielt wurden, dass die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Reihe mittanzten, sangen und sprangen.

 

 

Die Stimmung auf der Bühne hatte sich vom ersten Takt an auf das Publikum übertragen und somit hätte es nicht perfekter sein können.

Die Vehemenz, die einem entgegenschlug, war enorm, doch ist es nicht genau das, was man bei einigen Konzerten zuweilen vermisst? So groß die Hallen manchmal auch sein mögen, ist dies nicht gleich ein Garant für Qualität. Am Freitagabend war es eine schillernde Mischung aus unglaublicher Professionalität, Musikalität, die zeigte, dass die Reunion der Band im Jahr 2009 die beste Entscheidung war. Und auch die neuen Songs des im letzten Jahr erschienenen Albums „Anarchytecture“ kamen extrem gut beim Publikum an.

Es war ein Konzert in der Art, wie es München wohl schon lange nicht mehr gesehen hat.(A.E.)

Hier gehts zu den Fotos vom Konzert.