So waren The Airborne Toxic Event in der Muffathalle München

Die Kalifornier von The Airborne Toxic Event waren in der nicht ganz ausverkauften Muffathalle zu Gast. Im Gepäck hatten sie mit dem Berliner Trio von TÜSN einen etwas ungewöhnlichen Support. Synthesizer-Pop Meets Indie Rock. Zwei absolut konträre Welten trafen hier aufeinander und die einzige Gemeinsamkeit war lediglich nur das nach Indierock klingende Schlagzeug im ansonsten sehr an Depeche Mode erinnernden Musikstil. Das fand auch das bunt gemischte Münchner Publikum ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Mit einer kleinen Verspätung betreten dann aber The Airborne Toxic Event die Bühne. Schon mit dem ersten Song “All at Once”  zeigen die fünf Musiker um den Sänger Mikel Jollett, dass hier heute temperamentvoller Indierock auf dem Programm steht. Dazu benötigen sie auch keine große Anlaufzeit.

Bereits beim zweiten Song “Wishing Well” klatscht das Publikum enthusiatisch, noch verfügbarer Platz wird zum Tanzen genutzt, es herrscht von Beginn an eine fantastische Stimmung. Hierbei zeigen The Airborne Toxic Event wieder einmal gekonnt, dass langsame, melancholische Songstellen wunderbar mit überschäumender Euphorie fusionieren können. Es macht Spaß, dem kraftvollen, oftmals schön kratzigen Gesang von Mikel Jollets zu lauschen, mit dem einem seine Lieder entgegengeschrien werden. Nicht selten erwischt man sich dabei, dass man selbst mitschreien möchte.

Genau dann, wenn die Band “Sometimes Around Midnight” spielt, wenn sich Mikel Jollett, begleitet von der Violinistin Anna Bulbrook, anfangs noch ruhig und einfühlsam mit jeder Strophe steigert, spätestens wenn jetzt die Halle explodiert und alle den abschließenden Refrain “You have to just see her” singen, ja, dann möchte man jedem zu Hause Gebliebenen bei diesem wunderbar gelungenem Konzertabend ebenfalls zurufen:”Du musst sie einfach sehen” oder – in diesem Falle – erleben.(F.R.)

Fotos The Airborne Toxic Event

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