Viel Pony und viel Rauch – Khruangbin im Strom München

 

Khruangbin
Foto: Mary Kang

Khruangbin – Was? Khruanbin – Was? – Thaifunk aus Texas. – Was? So ungefähr hört sich eine Konversation an, wenn man Khruangbin noch nicht kennt. Mittlerweile ist auch fast jedem bekannt, wenn er sie kennt, dass es “Flugzeug” auf Thailändisch bedeutet.

Das Strom ist komplett ausverkauft und auch komplett voll, bis zur hinteren Bar.

The Shacks als Vorband sind perfekt, um in der Garderobenschlange zu hängen und sich das erste Bier zu genehmigen. Es ist einfach nur entspannte Mucke. Obwohl draußen eisige Temperaturen und Schneesturm herrschen, ist mit Shacks und vor allem später mit Khruangbin das Gefühl von brütendheißem Sommer nach München gekommen.

Eigentlich sollte man sich jetzt auch sofort einen VW-Bus holen und durch Texas fahren, um am eigenen Leib zu erfahren, wie dieser dichte Soundmix in so einem Bundesstaat entstehen kann. Es ist perfekt, um leicht einen sitzen zu haben und zu wissen, dass Samstag ist und keine Termine anstehen.

 

 

Sie spielen Lieder aus beiden Alben. „Con Todo El Mundo“ ist noch mehr psychedelic und es passt super auf die verrauchte Bühne. Manchmal ist es schwer zu unterscheiden, wer jetzt Laura Lee ist und wer Mark Speer, wenn da nicht die Instrumente wären. Drummer Donald Johnson sitzt in der Mitte und spielt wie von einem anderen Stern.

Die Musik ist schwer zu beschreiben, eher in Bildern, wie auf einer Hollywoodschaukel zu liegen und in einem Raum-Zeitkontinuum zu verschwinden. Jazzy, funky, 60ies, basslastig und größtenteils instrumental. Es ist auf jeden Fall eins von diesen wirklich großartigen Konzerten gewesen.(L.A.)