Von Rap zu Rock? Jan Dealy am Mittwoch im Zenith München

Eigentlich doch gar nicht mal verkehrt, wenn man bedenkt, dass es wichtig ist, dass sich Musiker weiterentwickeln.

So auch Jan Delay, der am 1.10. im Zenith München auftrat und sich keine bessere Vorband als Moop Mama (München) hätte wünschen können, denn für Stimmung wurde von Anfang an von der Brass-Hip-Hop-Combo gesorgt. Bis die Klamotten durchgeschwitzt waren, feierte Delay mit seinen Fans ein ausgelassenes und viel bejubeltes Konzert.

Er hat sich in den letzten Jahren schon verändert, vor allem, wenn man noch an sein vorletztes Album zurückdenkt. Mit Sonnenbrille, schwarzer Krawatte und weißem Hemd kam er auf die Bühne und da gab es schon beim bloßen Erscheinen Jubelschreie. Und dann startete der Mix aus Reggae, Rap und Rock. Mit „Hammer und Michel“ sorgte er in diesem Jahr für viel Aufsehen, da er sich dazu entschieden hatte, rockig zu werden.

Was bei den einen gut ankam, führte bei vielen anderen zu langen Diskussionen, denn es kam die Frage auf, warum ausgerechnet Jan Delay sich nun der Rockmusik verschrieben hat. Etwas befremdlich vielleicht, als dann ungewohntere Töne anklangen, doch definitiv nicht unangenehm oder weit am Ziel vorbei geschossen. Dennoch wurde spätestens bei „Klar“ deutlich, dass sich Jan Delay nicht unbedingt aus seinem Genre wegbewegen muss, um bei seinen Fans anzukommen.

Ein langes Konzert mit viel geforderten Zugaben, das stellenweise doch sehr laut war, neigte sich am späten Abend dem Ende zu und so schickte Jan Dealy das Publikum mit all diesen Eindrücken nach Hause. (A.K.)

Fotos Jan Delay

Fotos Moop Mama

 

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