Wiederholungen mit Stimmung – Annenmaykantereit im Ampere München

Nachdem schon ihre erste Show dieses Jahres im Münchner Zenith bis auf die letzte Karte ausverkauft war, war der hohe Andrang im vergleichbar winzigen Ampere natürlich keine Überraschung. So war auch das Konzert am 4. Mai mal wieder ausverkauft. Um möglichst viele Karten zu verkaufen, ging es definitiv also nicht, als die Wahl auf die kleine gemütliche Location fiel. Gerade deshalb erwartete man etwas anderes, ein publikumsnahes Konzert mit viel Interaktion, abseits des Hypes, abseits des optimal geplanten Ablaufs, vielleicht den ein oder anderen neue Song. Doch zumindest in diesem Punkt wurde man enttäuscht. Es folgten die gleichen Lieder, die gleichen Geschichten.

 

 

Und trotzdem sind es Annenmaykantereit wert, auch ein x-tes Mal wieder zu kommen und zu bleiben. Mit der ersten rauen Zeile des mittlerweile hochgradig souveränen Frontsängers Henning May war das Annenmaykantereit Fieber entfacht, „Wohin du gehst“ und die Halle stand Kopf. „Mir wär lieber du weinst“, das wohl stimmungsvollste Anti-Liebeslied, das gerade auf dem Markt erhältlich ist und als Gegenspieler die romantische Altbauwohnungsschwärmerei hallten im Publikumschor wieder. Mundharmonikaeinlagen, der ein oder andere englische Schmetter-Song und natürlich der Auftritt der Gastposaunistin gehörten traditionell zu ihrem Set und so auch an diesem Abend zu den Highlights.(P.P.)

Fotos AnnenMayKantereit

Fotos Chuck Winter & Steuerfahnder