Begeisterung bei ausverkauftem Parov Stelar-Konzert am 27.02.2013 im Zenith

München, 01.03.13.   Wenn etwas einmal klappt, bedeutet dies nicht per se, dass es auch bei einem nächsten Mal wieder gut wird. So ist das ganz oft mit Filmen. Der erste Teil ist gut, der zweite mittelmäßig und beim dritten wird dann das Popcorn interessanter als die Handlung, die sich auf der Leinwand abspielt.

Doch ab und an gibt es auch ganz feine und besondere Ausnahmen.

Als musikalische Einleitung trat DJ Pat Porree auf, bei dem der Spruch „Macbook ist doch gar kein Instrument“ etwas größer geschrieben werden sollte; ein wenig enttäuschend, ein wenig langweilig, vor allem im Hinblick auf die musikalischen Schmankerl, die einen erwarten sollten.

Bereits im vergangenen Herbst spielte Parov Stelar in München; die Begeisterung bei den Fans war so immens, dass sich der Österreicher und seine Band nicht lange bitten ließen und einen weiteren Termin zusagten.

An diesem kalten Mittwochabend wäre wohl ein Abend auf dem Sofa dem des „in der Kälte stehen“ vorzuziehen gewiesen. Doch nicht für Elektro-Swing-Liebhaber. Denn als einer der Vorreiter in diesem Genre, weiß Parov Stelar durchaus, das Publikum zum Tanzen zu animieren.

Genau dies passierte im Zenith, denn die größtenteils sehr jungen Konzertbesucher  waren feier-und tanzwütig. Dies war nicht zuletzt der ausgelassenen Stimmung zu verdanken, die in der ganzen Halle vorherrschte. Da wurde das aktuelle Album „The Princess“ gebührend und verdient gefeiert.

Besonders positiv aufgefallen ist die Sängerin der Band, welche eindrucksvoll mit ihrer außergewöhnlichen Stimme beeindruckte.

Die bunte Mischung aus Swing, Jazz und Elektro sorgte an diesem Abend für eine individuelle Klangkulisse – eingängige Melodien, tanzbare Rhythmen und gute Laune.

Was auf dem Album eher ruhig anmutet, fand beim Konzert kaum Beachtung, zu sehr war das in sich stimmige Ensemble in Fahrt und Stimmung, als dass es auch nur einen Moment den Fuß vom musikalischen Gaspedal genommen hätte – ein Hit kam nach dem anderen und obwohl die Konzertgänger vielleicht schon längst müde waren, tanzten sie sich vermutlich einen Muskelkater. Und fanden es gar nicht schlimm.

„All Night“ rundete den gelungenen Abend ab, Parov Stelar entließ seine Fans in die kalte Nacht. Und man sah ihnen an, dass sie ein Konzert erlebt hatten, welches Seltenheitsstatus besitzt. Zu Recht.(A.E.)

Fotos Parov Stelar Band 

 

 

 

 

 

 

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