MÄDNESS & DÖLL

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Datum - 20.04.2017
Uhrzeit - 20:00

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Jeder sagt Bruder heutzutage – nur Mädness und Döll können gar nicht anders. Gemeinsame Ideale, gemeinsame DNA und Rap-Skills, die dich Blut und Wasser schwitzen lassen. „Ich und mein Bruder“ ist nun, mit jahrelanger Erfahrung im Rücken, der nächste Schritt: das gemeinsame Album von Mädness und Döll erscheint im März bei Four Music. Das Video zur ersten Singleauskopplung, dem Titelsong „Ich und mein Bruder“, ist ab sofort zu sehen.

Jeder sagt Bruder heutzutage – nur Mädness und Döll können gar nicht anders. Gemeinsame Ideale, gemeinsame DNA und Rap-Skills, die dich Blut und Wasser schwitzen lassen. „Ich und mein Bruder“ ist nun, mit jahrelanger Erfahrung im Rücken, der nächste Schritt: das gemeinsame Album von Mädness und Döll erscheint im März bei Four Music. Das Video zur ersten Singleauskopplung, dem Titelsong „Ich und mein Bruder“, ist ab sofort zu sehen.

Schon in den ersten Zeilen des Albums spricht Doöl von „etwas, das wir unumgänglich teilen“, und hat damit in mehr Dimensionen recht, als er vielleicht meint. Die Brüder teilen mehr als Verwandtschaft: In ihrer mittlerweile aufgelösten Darmstädter WG durchlebten sie eine Phase der Unsicherheit, die im krassen Gegensatz zur enthusiastischen Szenerezeption ihrer 2014 erschienenen Solo-EPs stand. Wa?hrend Ma?dness auf „Maggo“ noch eine Entspanntheit an den Tag legte, die verriet, dass Rap nach drei eigenen Alben für seine Zukunft keine große Rolle mehr spielen müsste, war Dölls „Weit entfernt“ ein großer Wurf, der vermittelte: Hier fängt jemand gerade erst an, seine Geschichte zu erzählen.

So unterschiedlich die Gründe für die folgende, relative Stille gewesen sein mögen – auf „Ich und mein Bruder“ erfährt man einiges darüber –, so wichtig war es, gemeinsam neue Motivation zu finden. Wichtig ist dafür die andere Bedeutung des Teilens: Mädness und Döll öffnen sich und teilen sich mit, teilen ihre Erfahrungen. Ihr Verständnis von Rap als Medium ist genau das: diese Dinge müssen raus.

Was das Album ausmacht, ist das Umdeuten der eigenen Situation und der Optimismus des gemeinsamen Schritts – aus der bisherigen Umgebung in eine neue Komfortzone. Mit dem Signing bei Four Music und der fast durchweg ausverkauften „Halleluja“-Tour von Audio88 & Yassin, die Mädness und Döll als fester Bestandteil der Show begleiten, festigt sich das Gefühl neuer Ernsthaftigkeit in Sachen Musik. Alles fühlt sich wieder richtig an für das Duo.

Der Titeltrack lässt erahnen, was dieses Album – mit Beats u.a. von Torky Tork, Yassin, Dexter, Fid Mella, Gibmafuffi – auch hätte werden können: eine Sammlung unangreifbarer, partykompatibler Rap-Hymnen. Aber nur bis zum folgenden, bestimmten Kurswechsel. In Zeiten, in denen „Alles gut?“ zur Floskel verkommen ist, kommt die ehrliche Antwort darauf unerwartet: Nein, es ist bei weitem nicht alles gut. Dieses Nein ist ein Vertrauensbeweis und rückt Perspektiven gerade. „Ich und mein Bruder“ ist auf Albumlänge so eine Antwort, die man erst verdauen muss, bevor man versteht, wie wichtig sie ist: gleichermaßen Befreiungsschlag in die Magengrube wie herzliche Umarmung, aber nie unverbindliches Schulterklopfen.
Die letzte und wichtigste Ebene, auf der all das funktioniert, bleibt: Rap, die Kunst des MCing und ein sicheres Gespür für Hooks. Mädness und Döll nehmen ihr Leben, wie sie sagen, „mit in die Booth“ und feilen ihre Kernkompetenzen noch weiter aus. „Ich und mein Bruder“ ist weder Annäherung an Trends noch Rückzug in die Boom-Bap-Defensive. Es ist die autarke, persönliche Standortbestimmung von zwei der komplettesten MCs, die deutscher Rap je hören durfte und die unterschiedlicher kaum sein könnten.

„Ich und mein Bruder“ ist genau so passiert, wie es passieren musste.

„Meine Familie, die realste Crew, die es gibt/ Ich und mein Bruder, mein Bruder und ich“

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten!