Frauenpower – PULS Festival in München 

pulsfestival2017_IIDie Gender-Debatte erhielt Einzug in die Musikszene. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema weibliche Benachteiligung im Musikgeschäft wurde das diesjährige PULS Festival im Münchner Rundfunkhaus am 2. Dezember eröffnet. Ein politisches und gesellschaftliches Problem, das endlich auch in diesem Metier ausdiskutiert werden muss.

Doch keine Panik, primär ging es an diesem Abend natürlich um eine Bandschau. Würde man einen Indikator bestimmen, der den aktuellen Trend der Musikszene widerspiegelt, so ist das Puls-Festival definitiv die verlässlichste Größe.

Während, wie vorher kritisiert, nur wenige Frauen im Veranstaltungsbereich viel zu sagen haben, ist die Quote der Bandleaderinnen an diesem Abend dagegen nicht zu verachten. Und auch die männlichen Kollegen bezogen Stellung, an der Spitze Käpt’n Peng.

 

 

Bei Superorganism waren die Powerfrauen in der Überzahl. In quietsch-bunten Regenjacken performte das ausgefallene Kollektiv aus London zu einer Flut an ebenso schrägen Projektionen. Auf einer turbulenten Reise von einer artenreichen Unterwasserwelt über das Reich der singenden Hippos bis ins All sorgten die sieben Musikerinnen und Musiker für eines der vielen Highlights an diesem Abend.

„Es gibt 1000 DJs, aber keine Brassband, die Techno geiler auf die Bühne bringt.“ Mit diesen Worten wurden Meute angekündigt und sie hielten, was zuvor versprochen worden war. Zur Begrüßung regnete es Luftschlagen, es folgte ein spitzen Saxophon-Solo. Bis weit über das geplante Zeitfenster hinaus sorgte die instrumental großzügig ausgestattete Technokapelle aus Hamburg für Stimmung.

Ob Männer oder Frauen, mit Aufsteigerbands wie Andrew Applepie, Idles, Gurr und vielen mehr präsentierten PULS zum Ende des Jahres im Rahmen eines traditionell ausverkauften Festivals mal wieder die musikalischen Entdeckungen 2017.(P.P.)

Fotos PULS Festival 2017 – I 

Fotos PULS Festival 2017 – II