Gänsehaut und Zaubermomente bei Angus & Julia Stone im Zenith München

angus_julia_stoneEs begann ruhig und in Wohnzimmeratmosphäre mit Isaac Gracie. Eine wohlige, samtene Stimme und jede Menge Melancholie. Ein Singer-Songwriter, wie er im Buche steht: Unaufgeregt mit fließenden Melodien und einer sich sanft anschmiegenden Stimme.

Das Schöne an Konzerten wie dem von Angus & Julia Stone sind die Musik, aber auch die leisen Momente. Das weniger Schöne das Publikum, welches beides nicht genießen kann. Und durch Pfiffe kaputt macht.

Von den anfänglichen Störungen abgesehen, ist es ein Konzert, das ungewöhnlich fein und klanglich erstaunlich transparent für das Zenith ist. Rein instrumentale Passagen funktionieren genauso gut wie Gesangsparts und während man ihnen zuhört, ein bisschen mitwippt zu der Musik, die so liebevoll, so traumhaft ist, merkt man, wie sehr die Geschwister es lieben, ihre Musik vor ihren Fans zu spielen.

 

 

Mit „Big Jet Plane“ sind sie vor über fünf Jahren einem breiterem Publikum bekannt geworden und seitdem sind ihre Songs nicht mehr aus der Singer-Songwriter-Playlist wegzudenken.

Es ist verblüffend, wie viele tausend Menschen ergriffen und später auch still der Musik lauschen. Ein verblüffendes Bild, dass gar nicht so viele Smartphones gezückt wurden – nein, das Publikum schenkte den wundervollen Momenten auf der Bühne Aufmerksamkeit und ließ sich von der Musik mit auf eine ganz eigene, besondere Reise nehmen.

Unterstrichen wurde die musikalische Darbietung durch stimmungsvolle Videos auf der Leinwand, die sich naehzu perfekt in das Gesamtbild einfügten: Nichts war zu viel oder überdimensioniert.

Weniger ist manchmal doch mehr – was die australischen Musiker einmal mehr bewiesen.(A.E.)

Fotos Angus & Julia Stone 

Fotos Isaac Gracie