Seifenblasen, Punkrock, Bilderbuch – Puls Open Air Festival auf Schloss Kaltenberg

pulsopenair2017Nach dem erfolgreichen Startschuss des Puls Open Air Festivals letztes Jahr hatten die Veranstalter das Event sowohl geländetechnisch, als auch auf musikalischer Ebene fleißig weiter ausgebaut. Die Scheune, die im Vorjahr nur als Party Raum gedient hatte, wurde zur Bühne umfunktioniert, der Campingplatz erstrahlte in neuem Glanz, vor dem Eingang des Festivalgeländes bewiesen BMX-Profis auf steilen Rampen ihr Können und die Anzahl der Bands wurde einfach mal auf 65 erhöht.

Mura Masa vereinten das Publikum für den ersten Rave des Festivals auf der Hauptbühne und sorgten mit ansteckenden Beats und energiegeladenen Tanzeinlagen für einen Stimmungshöhepunkt, der im Gedächtnis blieb.

Zwischen Hängematten und romantischen Glühbirnen ging es mit Her auf der Waldbühne weiter, bevor es die Besucher, wie von einem Magnet angezogen, von allen Seiten Richtung Kugelbühne trieb. Kein Wunder, denn wenn Maurice Ernst in sein Auto bittet, gibt es kein Halten mehr. Mit „I Love Stress“ eröffneten Bilderbuch ihre exzentrische Show. Dann fiel der Vorhang und gab den Blick frei auf  hunderte Paar Schuhe, die passend zu „Sneakers For Free “ die Bühnenwand zierten. Zwischen Schick Schock und Magic Life präsentierten die Österreicher wie gewohnt ein gefeiertes Spektakel.

Von Wegen Lisbeth profitierten vom Abschlusskonzert der Hauptbühne. Fast 7000 Menschen strömten nach dem Auftritt des Headliners Bilderbuch aus der Arena und hatten alles andere im Kopf, als schlafen zu gehen. So feierte ein Großteil mit der, vom Andrang sichtlich motivierten Indieband nebenan weiter.

 

 

pulsopenair2017Im strahlenden Sonnenschein eröffneten Milliarden den zweiten Tag des Festivals auf der Hauptbühne. Ben Hartman bat alle Mariechen zur Tanzshow in den Moschpit und schnell schlossen sich den Mariechen weitere tanzwütige Besucher an. Punkrock statt Seifenblasen, der Titel für den größten Schubskreis des Festivals war den Berlinern sicher.

Auf der Waldbühne gab es derweil schlechte Nachrichten, denn auf dem Flug nach München war das Equipment von Off Bloom verloren gegangen. Doch die Band machten das Beste aus der Situation, auf die Schnelle wurde ein DJ-Set improvisiert, das sich hören lassen konnte.

Auf der Pyramidenbühne ließen sich die sonnenhungrigen Gäste von James Herseys Indiesound verzaubern und tankten neue Energie, bis es pünktlich zum Auftritt von Claire wieder Zeit wurde, sich vor der Hauptbühne einzufinden.

Ehe man sich versehen hatte, war auch schon der zweite Tag verflogen. Mit Moderat folgte der krönende Abschluss des diesjährigen Puls Open Air Festivals, bevor sich das Areal am nächsten Tag langsam aber sicher wieder in das ruhige Schlossgelände verwandelte und bei den Musikfans die Tage von neuem heruntergezählt werden bis zum Puls Open Air Festival 2018.(P.P.)

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