Sommer, Sonne, Festivalfieber die dritte – PULS Open Air in Kaltenberg 

pulsopenair201825 Grad und Sonnenschein, besser hätten die Aussichten für das zweite Juni-Wochenende auf Schloss Kaltenberg nicht sein können. Wenn sich dann noch 60 ausgewählte Bands, mit Kraftklub und The Wombats seien nur zwei der großen Namen erwähnt, in die ritterlichen Gefilde von Kaltenberg begeben, hat das junge Radio des Bayerischen Rundfunks seine Kontakte zum Schlossherrn spielen lassen und die Gemäuer in feiner Festival-Manier mit viel Liebe zum Detail für das PULS Open Air hergerichtet.

Line-Up-Highlights gab es genügend, so gab es neben Faber und Trettmann, dessen Show aufgrund der Unwetterwarnung leider nur verkürzt stattfinden konnte, bereits am ersten Tag viele rote Kreuze im Timetable.

Auf der Pyramidenbühne übernahmen Drangsal am zweiten Tag die Mikrofone. Dass sich der Multiinstrumentalist nicht so richtig festlegen will, ist nichts Neues. Den Genre-Mix auf die Spitze trieb er allerdings, als sich zwischen deutschen Post-Punk und englischen Synthie-Pop dann tatsächlich ein „Tausend Mal Berührt“-Cover mischte und sorgte damit für gemischte Gefühle.

Einige Fans hatten sich Wanda am Vortag als Secret Act herbei gesehnt. Hinter der Überraschung hatte sich zwar Moop Mama versteckt, allerdings war der österreichische Mundart-Pop auf dem PULS Festival trotzdem vertreten. Granada aus Graz sorgten auf der Hauptbühne für Stimmung.

Gute Nachrichten gab es auch für diejenigen, die den Auftritt des Kneipenchors zuvor auf der Waldbühne verpasst hatten. Im Feature mit Granada bot sich nochmal die Gelegenheit, das Kollektiv auf der Bühne zu erleben, als sich die klassische fünf-Mann-Besetzung der Ösis kurzerhand mehr als verdreifachte.

Wie so viele Konzerte wurde auch die Show von Granada live in Gebärden-Sprache übersetzt.

Generell gab es so einige innovative Neuerungen in der dritten Ausgabe des Festivals. Neben der Inklusion spielte die Interaktion der Festivalbesucher eine zentrale Rolle in der Gestaltung des Wochenendprogramms. Das Workshop-Angebot reichte vom Frühsport über Themen wie Musikproduktion und Freestyle Rap bis Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Musikszene.

Mit einer explosiven Show von Kraftklub, Stagediving und einem  politischen Statement gegen rechts neigte sich das Festival nach zwei Tagen Euphorie langsam aber sicher dem Ende zu.(P.P.)

Fotos Tag 1

Fotos Tag 2

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