TRISKA – Neues Album ‘Get Well Soon’ am 05. Juni

triska_cover“I thought Heidi and Gerry looked beautiful. But that’s just how they looked, and then they sounded even better. It was a very good set, very nice songs. I liked the song about Tony and Carmela Soprano, and I was saying upstairs they’re also lovely people to talk to. There’s something so nice about a man and a woman singing the same thing together, like one up here and one down there. I think it makes us feel like we’re all on stage or something. So, they were great, one more time for them…”

Soweit also Kevin Devine über Triska und den Song „Carmela & T.“, als ihn Heidi und Gerry in München, wie auch Mark Eitzel, Alela Diane, James Yorkston, Matt Elliott, Lasse Matthiessen, Maximilian Hecker u.v.a., lokal supporteten. Sie hat ihn offensichtlich berührt, diese gezupfte Folk-Miniatur über die Hassliebe zwischen zwei Menschen, die nicht voneinander lassen können obwohl sie sich längst mehr oder weniger egal sind. Und wohl auch der Umstand, dass Triska diesen Song immer wieder dem großartigen Schauspieler James Gandolfini widmen, der im Juni 2013 viel zu früh von uns gegangen ist, und den auch Kevin Devine sehr schätzte.

Heidi und Gerry sind, wen wundert’s, große Sopranos-Fans. Aber sie lieben auch deutsche Indiebands, wie der Plattentitel suggeriert, der aber nicht nur eine Hommage an Konstantin Gropper und sein Werk sein soll, sondern vielmehr den Wunsch in sich trägt, auf dass die Menschheit zur Besinnung kommen und auf dem schnellstmöglichen Weg gesunden möge:

Get Well Soon

…ein frommer Wunsch fürwahr, und gleichzeitig wahrscheinlich das persönlichste Album das Triska je veröffentlichten. Eines das die Zuhörer auf eine außergewöhnliche Reise mitnimmt. Denn Reisen ist eines von Heidis und Gerrys Lieblingsbeschäftigung, weswegen sich „Good Old Times“, „Home Sweet Home“, „Torremolinos“ und „Magic Night In Phnom Penh“  inhaltlich um diese Thematik drehen. Gerade letzteres hat eine fabelhafte Geschichte zu erzählen, denn Triska waren vom Goethe-Institut Phnom Penh eingeladen und spielten in der kambodschanischen Hauptstadt und in Sihanoukville je ein Konzert. Zudem machten sie die Bekanntschaft mit …Trail Of Dead-Mastermind Conrad Keely und seinen Mitmusikern, mit denen man gemeinsam um die Häuser zog… „Royal Wedding“ und „Aspirin“ wiederum behandeln ein eher unschönes Kapitel, in ihrem Leben: den Kater. Oh, ja, den streicheln die beiden dann auch hin und wieder, und dabei bleiben sie oft trotz aller Schmerzen, allen entstandenen Unsicherheiten und Ungereimtheiten und all der post-alkoholischen Melancholie, stets humor- und liebevoll, wie diese beiden Songs deutlich unterstreichen.

Die Aufnahmen zu „Get Well Soon“ im Studio von Bonifaz Prexl (Jesper Munk u.a.) waren innerhalb von nur vier Tagen im Kasten, was dem Umstand geschuldet ist, dass Heidi und Gerry zusammen mit Gitarrist Hannes Frisch, der sie auch bei Cat Sun Flower begleitet, die Basics zu allen Songs mit zwei akustischen Gitarren und den Leadvocals live eingespielt haben. Ungewöhnlich in digitalen Aufnahmezeiten, zumal im Studio, aber die manchmal rührende, manchmal etwas raue, immer aber packende Emotionalität, die die 12 Songs auszeichnet, gibt ihnen im Nachhinein recht. Es folgten Bass-, Schlagzeug- und einige andere -Overdubs, fertig war ein Album, das man so nach nun auch schon bald sechs Jahren Recording-Pause, kaum mehr für möglich gehalten hätte. Aber, Heidi und Gerry sind offensichtlich in sich gefestigt und gestärkt aus dieser, für sie ungewöhnlich langen Ruhephase herausgekommen. Fast könnte man meinen, sie seien vielleicht sogar ein kleines Stückchen über sich selbst hinausgewachsen, und so verzaubern uns die beiden auf „Get Well Soon“ mit vereinnahmenden Folkpop-Kompositionen, die, glaubt man nicht nur Kevin Devine, zutiefst berühren.

 

quelle: wilde + schneider

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