Atmosphärisch aufgeladen – Son Lux im Münchner Ampere 

Son LuxEine Stimme wie Bon Iver, elektronische Drops wie The XX, in der Kombination ergibt das die großartige Musik von Son Lux.

Am 26. Februar machte das aufstrebende Elektro-Trio aus Amerika auf ihrer Tour einen kleinen Abstecher ins Münchner Ampere.

Es war nicht weiter verwunderlich, dass die kleine Location bis auf die letzte Karte ausverkauft war. Auch wenn manch ein Fan diesmal wohl leer ausgegangen war, war die intime Atmosphäre, bedingt durch den begrenzten Raum, ziemlich besonders. Das war auch Son Lux anzumerken.

Mit „Easy“ füllten die drei das Ampere von Kopf bis Fuß unaufgeregt aber in Spannung mit ihren kreativen, genrelosen Klangzyklen voll Rhythmusbrüchen und Verschachtelungen. „I am not my fathers son, i don’t belong to anyone“ tönte es in „Surrounded“ scheppernd und unnachgiebig und endete in einem expressiven Drums-Solo.

Der Funke sprang nicht nur von der kreischenden Gitarre über, an der sich Rafiq Bhatia während „Stolen“ die Finger wund spielte. Die Luft war förmlich elektrisiert. Hatte sich während der Songs nur spärlich hier und da vereinzelt jemand Pfeifen getraut, wollte der Applaus nach dem Song nicht enden. Zu Recht!

Mit einer fulminanten Zugabe, hinterlegt von einem eingestimmten und mit Feingefühl dirigierten Fan-Chor, ging das Set des Abends zu Ende.

Dieses Konzert war definitiv einzigartig, denn das wohl begabteste und zugleich sympathischte Trio der aktuellen Elektro-Pop-Szene wird wohl in naher Zukunft nur noch die großen Hallen der Welt bespielen.(P.P.)

Fotos Son Lux