Au revoir, Irie Révoltés – Ein Abschiedskonzert in der Münchner Theaterfabrik

irierévoltésSie sind schon seit vielen Jahren im Showgeschäft und werden nach 17 Jahren nun ihre letzten Konzerte spielen. Man kennt sie von Demonstrationen, politischem Engagement und vor allem durch ihre deutsch-französischen Texte, die sie in treibende Melodien verpacken.

In der gut besuchten Theaterfabrik war es laut, stickig, aber die Stimmung einwandfrei und grandios. Die Wut über Homophobie, Rassismus und Krieg wird in den Texten deutlich und so schreien es die Musiker auch mit voller Inbrunst raus. Es ist ein Kampf, den sie persönlich, öffentlich und musikalisch fechten, dabei Erfolg haben, aber auch viel einstecken müssen. Der Mix aus Reggae, Hip Hop und Punk wird auf vielen (Festival-)Bühnen gefeiert, doch nicht nur da: Gerade nach der Bundestagswahl und des zunehmenden Rechtsrucks in der Gesellschaft sehen sich viele Linke in der Musik von Irie Révoltés bestätigt. So lässt auch die Setlist keine Wünsche der Fans offen.

 

 

Der Abend beginnt mit „Fäuste hoch“ und hält einige Klassiker bereit: „Allez“, „Jetzt“, „Tes Yeux“, „Jamais“ oder auch „Rebelles“. Auch nach über 17 Jahren schafft es die neunköpfige Band, eine ganz besondere Atmosphäre zu kreieren. Die Besucher feiern vom ersten Moment an ausgelassen mit. Es ist ein emotionaler Abend, der einen kleinen Vorgeschmack auf den 24.11. gibt, wenn das endgültige Abschiedskonzert in der Tonhalle gespielt wird.

Au revoir, Irie Révoltés, c’était une fête!

(A.E.)

Fotos Irie Révoltés