Auf dünnem Eis – Das waren Biffy Clyro im Zenith München

München, 06.12.13.   Konzertbesucher kennen das Dilemma: Gute Bands werden angekündigt, man merkt sich das Datum, sagt alle Verpflichtungen ab und dann wird das Venue ausgecheckt. Zenith. Man möchte weinen. Oder lachen. Doch bei Biffy Clyro eher Ersteres.

Walking Papers und Arcane Root eröffneten den Abend, leider konnten sie das Publikum nicht hinreichend animieren, auch nur ein paar Laute von sich zu geben. Als Opener für Biffy Clyro wurde “We Are Family” gespielt. Inwiefern dies zum

Abend passen mochte, bleibt fraglich. Die Stimmung wurde besser, als Biffy Clyro die Bühne betraten, zunächst nur der Sänger, die restliche Band hinter einem weißen Vorhang, der in der Mitte des ersten Songs fiel. Mit schottischem Charme und oberkörperfrei performten die Rocker ihre Songs, das Publikum tanzte und sang mit.

Jedenfalls die, welchen die Texte bekannt waren. Alle anderen werden wohl auch nach dem Konzert nicht wissen, um was es in den Songs ging, war der Sound verzerrt, übersteuert und gelinde gesagt miserabel. Schade, denn eine Band, welche bereits Muse supportet hat, verdient eigentlich Besseres.

Mit “Biblical” fanden sie zu ihrer Stärke und rockten auf der Bühne. “We are Biffy fucking Clyro und wir freuen uns, hier zu sein.” Ja, das Wort “fucking” fiel recht häufig, wollte man sich ja auch den Ruf nicht ruinieren.

Eine Band, welche im Studio einmal mehr völlig anders klingt als live und genau darin liegt zuweilen auch der Charme. Es vermittelt einem dieses Gefühl, welches nur bei einem Konzert aufkommen kann. Melancholisch und ein wenig pathetisch wurde es bei ruhigeren Parts, die Biffy Clyro durchaus stehen.

Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck, welcher leider durch den vorherrschend schlechten Sound getrübt wurde.(A.E.)

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