Franz Ferdinand waren am Montag im Zenith München

Verblasst langsam der Ruhm ?

München, 02.04.14.  Was war denn da an diesem Abend nur los? Support Teleman konnte man sich mehr oder weniger sparen, denn leider bestätigte sich der Ruf, der ihnen vorauseilte: Ziemlich lahm und auf eine verquere Art und Weise sehr unschön.

Die Vorfreude auf Franz Ferdinand war groß. Das Bühnenoutfit bestand aus einheitlichen Anzügen, welche eher englisch-höflich als schottisch waren. Die ersten Takte erklangen und ein ansteckender, sehr tanzbarer Indie-Rock erklang. Indie-Rock, der seit vielen Jahren Fans in aller Welt begeistert. Sänger Alex Kaprano, mittlerweile 41 Jahre alt, springt über die Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr, er reißt die Zuschauer mit. Das Zenith wird mitgerissen, das Publikum singt, tanzt und feiert.

Auch die Tracks des neuen Albums „Right Words, Right Thoughts, Right Action“ reihen sich vorbildlich in das Repertoire der Band ein, werden hervorragend rezipiert und lassen sich live sehr gut an.

Ganz besonders „Ulysses“ wird gefeiert, es sind immer noch die alten Hits, die zünden und zu denen die Fans kreischen. 100 Minuten spielen Franz Ferdinand, danach verabschieden sie sich höflich, sie haben sich in bester Spiellaune gezeigt.

Doch ist der Ruhm langsam verblasst? Ein nicht ausverkauftes Konzert – wo in der Bandgeschichte Franz Ferdinands gab es das schon einmal? Ist man des Indie-Rocks überdrüssig oder sind da einfach zu viele Bands, die sich mittlerweile ihren Weg durch das Dickicht gekämpft haben? Was muss eine Band dann noch haben, um beständig zu bleiben?

Nun, all diese Fragen werden sich wohl so schnell nicht beantworten lassen. Eines steht jedoch am Ende des Konzerts fest: Franz Ferdinand haben es musikalisch immer noch drauf und werden nicht so schnell in der Versenkung verschwinden. Dafür haben sie sich selbst nämlich schon viel zu große Meilensteine gesetzt.(A.E./J.K.)

Fotos Franz Ferdinand

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