Gänsehaut und Stimmung: Xavier Darcy im Ampere München

Xavier DracyEr ist charismatisch, hat eine unheimliche Bühnenpräsenz und eine Stimme zum Niederknien: Der englisch-französische Singer-Songwriter tritt bereits seit vielen Jahren in München auf und begeistert sein Publikum mit innovativem Indie, der heraussticht.

Man merkt ihm an, dass er bereits in jungen Jahren Musik gemacht hat, da er sich auf der Bühne unheimlich wohlfühlt.

Seine Texte sind tiefgründig und weit weg von „Ich singe über meine verflossene Liebe, weil sonst nichts in meinem Leben passiert“. Im Gegenteil, er scheint das Leben mit anderen Augen zu sehen und so erzählen seine Songs vom Leben und Erwachsenwerden.

 

 

Der Sound im Ampere ist unheimlich gut, klar und differenziert. Das Publikum, welches zahlreich erschienen ist, feiert den jungen Sänger, der mit seiner Band eine bezaubernde Einheit bildet. Besonders die Saxophon-Einlagen sind, da sehr exponiert, schöne Elemente, die sich passend ins Gesamte einfügen.

Es ist erfrischend, einen Sänger zu erleben, der sich im Genre des Indie heraushebt und abwechslungsreiche Musik macht, die nie droht, langweilig zu werden. Von „Jugend musiziert“, wo er in der Kategorie „Popgesang solo“ mitgewirkt hat, zu den Bühnen, die offener und lockerer sind und dieser Weg hat sich unheimlich gelohnt.

Ein Konzert im Ampere, das wieder einmal die bezaubernde Intimität hervorzuheben, was vor allem dem geschuldet ist, dass Darcy zwischen rockigen Nummern und bewegenden Balladen einen spannungsgeladenen Bogen spannt. Beinahe pathetisch wird es kurz vor Ende des Konzerts. Selbt in voller instrumentaler Lautstärke hebt sich Darcys Stimme über alles und ist dabei einfach nur eins: angenehm, brillant und Gänsehaut erregend.

Die Musikwelt braucht mehr Xavier Darcys. Mehr von ihm gibt es zumindest auf seinem neuen Album „Darcy“.(A.E.)

Fotos: Xavier Darcy