Ganz viel Amore! – So war es bei Wanda im Zenith München

WandaWhoumm! Und da sind sie! Mit geballter Energie kommt Wanda auf die Bühne und wird vom Publikum im ausverkauften Münchner Zenith begeistert empfangen. Los geht’s dann auch gleich rockig mit „Luzia“ – einem frech-frivolen Song von ihrem ersten Album „Amore“. Das Publikum ist voll dabei und tanzt und singt ausgelassen – und macht dies weiter so für den Rest des Konzerts.

Dass die Band überhaupt an diesem Abend in München auftritt und dann auch noch so kraftvoll wie immer, ist allerdings nicht selbstverständlich. Am Vorabend erlitt Frontmann Marco Wanda beim Konzert in Mannheim einen Stromschlag und kollabierte auf der Bühne – das Konzert musste abgebrochen werden. Nichtsdestotrotz steht Marco Wanda am nächsten Tag schon wieder auf der Bühne in München und es ist ihm nichts davon anzumerken. Im Gegenteil – er witzelt gleich zu Beginn, dass München heute eine „elektrisierende Show“ erwarte. Und die liefert Wanda dann auch in altbekannter Manier.

 

 

Marco Wanda weiß, wie er sich gekonnt in Szene setzt – er lässt sich dramatisch auf die Bühne fallen, hüpft mehrfach ins Publikum und trinkt dort auch mal den angebotenen, von Wanda viel besungenen Schnaps – und pflegt damit das Image einer Band mit rauhem Charme und abgründigem Humor. Das alles gewürzt durch Marco Wandas kratzig-markante Stimme und seinem schönen breiten Wiener Dialekt. Nichts wirklich Neues, ein wenig routiniert vielleicht, aber die Stimmung ist wunderbar und das Publikum liebt seine Band genau dafür. Amore, Amore – lässt Marco Wanda sein Publikum skandieren und trifft damit genau den Nerv.

Wanda spielt an diesem Abend Songs der beiden bisher erschienen Alben „Amore“ und „Bussi“ und das Publikum scheint alle Texte der mal fröhlich-ausgelassenen Songs wie „Bussi Baby“ oder auch der mal eher melancholisch-ruhigeren Songs wie „Stehengelassene Weinflaschen“ zu kennen. Auf die bekannte Tante Ceccarelli, die in „Bologna“ besungen wird und Wanda zum ersten größeren Erfolg geführt hat, muss bis zum Schluss gewartet werden. Nach einer Zugabe, die das Publikum lautstark fordert, ist dann aber mit „1,2,3,4“ endgültig Schluss. Wanda – Amore – es war ein wunderbarer, kurzweiliger Abend.(D.S.)

Fotos: Wanda