Ist der Punk nun tot? Rise Against im Zenith München

rise againstManchmal, aber nur manchmal sind Support-Acts die heimlichen Helden des Abends. Leider nicht so geschehen bei Rise Against. Mit Pears kam mehr unverständliches Gebrüll auf die Bühne, als es vielleicht nötig war. Etwas besser wurde es mit der zweiten Vorband Sleeping With Sirens: Hier wurden zusammenhängende Textzeilen, Übergänge und eingängige Passagen erkennbar.

Als Rise Against auf die Bühne kamem, war das Publikum eingestimmt – so folgten die Besucher der Aufforderung von Sänger Tim McIlrath und streckten zu einem rhythmischen „Rise“ die Fäuste in die Luft.

Dass sich die amerikanische Hardcore-Band politisch engagiert, wird sowohl durch ihre Texte, Videos und ihre Einstellung deutlich: Nicht nur pazifistische, sondern auch Umwelt- und Tierschutzthemen liegen den Musikern am Herzen.

Mit ihrem Konzert im Zenith setzen sie erneut ein Zeichen. Die Songs ihres neuen Albums „Wolves“, welches eher semi-berauschende Kritiken bekam, wird von den Fans an diesem Abend genauso gefeiert wie alle anderen.

 

 

Sie bespielen die Bühne mit einer bewundernswerten Energie. Mit einer mächtigen Lichtshow wird das Spektakel unterstützt und die Besucher feiern ihre Band, sind textsicher und tanzwütig.

Auch nach fast 18 Jahren wissen Rise  Against sehr genau, wo sie hinwollen und zeigen das ihren Fans mit Inbrunst. Vielleicht mit ein bisschen mehr Showeffekten auf der Bühne, aber auch das sei ihnen gegönnt.

Die Welt braucht Bands wie Rise Against, die sich politisch positionieren und ihre Bühne nutzen, um zu sagen, was falsch läuft und um anderen die Augen öffnen. Punk ist nicht tot, hat sich aber verändert und ist definitiv ernster geworden. So, dass man sich gerne darauf einlässt.(A.E.)

Fotos Rise Against

Fotos Sleeping With Sirens

Fotos Pears