Kreischalarm bei Years&Years in der Tonhalle München

Es war das Teeniekonzert schlechthin am Freitagabend in der Tonhalle. Bereits seit dem Vormittag haben Fans vor der Halle auf ihre Band und „ihren“ Olly Alexander gewartet. Bereits weit vor dem Konzert kippten junge Mädchen reihenweise um und mussten medizinisch versorgt werden. Trotz ihres Rufs als Teeniband kann von schlechter Qualität kann nicht gesprochen werden. Klyne aus den Niederlanden eröffnen das Konzert mit Electropop und bringen die Fans in Stimmung.

Nach 35 Minuten Umbaupause ist es so weit: Years and Years betreten die Bühne und man merkt, dass der Hype um die junge Band in den letzten Monaten zugenommen hat – die „BBC Sound of 2015“-Gewinner lassen die Tonhalle beben. Das junge Publikum hängt an den Lippen des Sängers, saugt alle Worte auf und kann natürlich jede Zeile mitsingen. Selbstgemalte „Hug me!“ -Plakate wurden in die Luft gehalten, ebenso wie „Ich will neben dir am Klavier sitzen und singen!“. Enthusiastisch, aufgeregt und emotionsgeladen ging das Konzert weiter. Beachtenswert ist, dass selbst Fans aus Bercelona extra für das Konzert nach München gekommen sind und geben das, ebenfalls mit Plakaten, lautstark zu erkennen.

Für einen weiblichen Fan ging der Traum, neben Olly Alexander am Klavier sitzen zu dürfen, in Erfüllung. Beim Song „Eyes Shut“ durfte Lisa auf die Bühne kommen und wird sich wohl ewig an diesen Moment erinnern. Ob sie sich danach ebenfalls in medizinische Behandlung begeben musste, ist nicht bekannt.

Alles in allem war das Konzert sehr schick, durchgestyled und dennoch authentisch. Mike Goldsworthy am Bass, Emre Turkman am Synthe, Schlagzeuger und Backgroundsängerinnen lieferten eine stimmige Mixtur aus R’n’B, Electropop und House ab – somit gingen die Fans noch immer tanzend, singend, Party machend und vor allem glücklich nach Hause.(A.E.)

Fotos Years&Years

Fotos Klyne