Mitsinghymnen – Killerpilze veröffentlichen neues Album „High“

KILLERPILZE_HIGH_ONLINECOVER_IIImmer noch jung, aber älter und reifer sind die Killerpilze. Das gleiche gilt für ihren Sound. Von einstiger Punkrebellion ist nicht mehr viel übrig, Indie-Pop ist der Stil des neuen Albums „High“. Doch es ist keine radikale Veränderung, es bleibt tanzbar, einprägsam und mitsingbar.

Da wird mittlerweile schon in alten Erinnerungen geschwelgt, wie im Song „Hymne“. Ein Song gespalten vom Glück der vergangenen Erlebnisse und Melancholie der Endlichkeit, ein Song über´s Vermissen. Dieser Gefühlsspagat wird auch musikalisch gut umgesetzt. Schlagzeug und Percussion treiben den Song voran, zwischendrin eine leichte instrumentale Melodie, die sich aus dem Hintergrund nach vorne drängt und dem Song Raum schafft für Erinnerungen und Hoffnung. Dann folgt der klanglich volle Refrain, zum Mitsingen und Kernstück des Songs, die „Hymne“ eben.

Etwas platt hingegen wirkt der Song „Major Love“. „Alle woll´n das Eine, alle auf der Suche, Major Love“, heißt es hier wenig kreativ. Insgesamt ist die Suche nach der großen Liebe halt ein etwas abgedroschenes Thema, das durch die einfache Melodie nicht spannender wird. Aber vielleicht ist das auch genau die Absicht der Killerpilze, dann widerum ist es ziemlich genial.

Insgesamt sind die Killerpilze schon ein Phänomen. Einst als Teeneeband belächelt, machten sie ihr Ding und bauten sich eine enorme Fanbase auf. Sie entwickelten sich immer weiter, heute sind sie reifer, der musikalische und thematische Fokus ist nach mittlerweile 14 Jahren Fortentwicklung verschoben, aber ihr eigenes Ding machen sie trotzdem noch. Das neue Album „High“, das heute erschienen ist, ist der Beweis dafür.(P.P.)

KILLERPILZE_HIGH_III_high res_credit_Simon Lohmeyer

foto: Simon Lohmeyer

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