REINGEHÖRT – Aus einem Guss – „Heart Murmurs“ von Ellereve

Ellereve_Heart MumursFinsternis herrscht im neuen Soloprojekt von Elisa Giulia Teschner. Die Sängerin und Multiinstrumentalistin hat ihre Band Varo nicht verlassen, wollte sich dennoch in einem neuen Soundkostüm versuchen. Unter dem Pseudonym Ellereve hat sie insgesamt sechs Songs geschaffen, die es seit dem 27. November in ihrer Debüt-EP „Heart Murmurs“ zu hören gibt.

Der Opener „Murmur“ kommt ohne Text aus. Der fahle Gesang wird fast gänzlich von der düsteren Soundcollage überschattet, ist tatsächlich nur schemenhaft zu erahnen.

Zurück zur Stimme findet Ellereve in „Bloom“. Die existenzielle Frage, „What do you want from life?“, treibt Ellereve an wie ein ständig rotierender Motor, während die Beats an ein explodierendes Feuerwerk erinnern.

„Melt“ ist Verletzlichkeit. Wo eine einfache Stimme nicht mehr reicht, setzt Ellereve auf Verdoppelung und Hallexperiment.
Die Anonymität der Großstadt findet ihren Platz in „I See You“, bevor die EP mit elektronischen Regentropfen ihren Abschluss findet.

„Heart Murmurs“ sind knapp 22 Minuten Finsternis. Im Fokus stehen zwar nach wie vor die Vocals, das bedachte, kleinteilige Arrangement der Instrumente ist allerdings das wahre Highlight der EP. Dafür hat sich Elisa Teschner in neue Gefilde gewagt und kurzerhand alles selbst gemacht. Gitarre, Synths und sogar die Produktion der EP gehen neben dem Gesang auf Teschners Konto und verhelfen der elektronisch-poppigen Soundmischung zu einem festen Guss mit Wiedererkennungswert. (P.P.)

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