Tanzen, bis die Füße wehtun – Culcha Candela feierten mit ihren Fans in der Tonhalle 

Jetzt, da die Festivals längst vorbei sind, ist es an der Zeit, den Hallen einzuheizen. Das haben Culcha Candela am 3.11. in der Tonhalle in München zusammen mit ihrer Vorband Soundbar mit Bravour gemeistert.

Dass man positiv und mit offenen Augen durch’s Leben gehen sollte, sagen Soundbar bereits mit dem Titel ihres Debütalbums „Akita Mani Yo“ und zeigen es auch auf der Bühne: Energiegeladen, fröhlich und mit Songs im Gepäck, die alle ihre eigene Message haben und die verdeutlichen, dass diese Band ihre Songs mit Authentizität und Elan auf der Bühne lebt.

Pünktlich kommen und gehen Soundbar, pünktlich eröffnen Culcha Candela ihr Show. Natürlich sind viele junge Mädchen, aber auch viele Kinder im Publikum, die auf den Schultern der Eltern ihre Band kräftig feiern.

Der Bass wummert, die angedeutete Bigband aus Saxophon und Trompete kommt beim Publikum immens gut an und sowohl die Backgroundsängerin als auch die beiden Tänzerinnen wirken alles andere als deplaziert.

Wenn man an Culcha Canela denkt, kommen einem die Clubnächte in den Sinn, ist es doch genau die Musik, welche junge Leute beim Weggehen hören. „Hammer“ und „Monster“ sind nur zwei der bekannteren Songs, welche sich dadurch auszeichnen, dass sie tanzbar sind und im Ohr bleiben.

„Willkommen in Candelistan“ ruft die Band, wedelt mit Flaggen auf der Bühne und hat zu späterem Zeitpunkt des Konzerts eine wichtige Ansage zu machen: „Bock auf Bunt“ heißt die Aufschrift auf T-Shirts, welche die Band hat machen lassen und die es auch am Merchandisestand zu kaufen gibt. Damit erklären sie ihre Initiative, dass von jedem verkauften Ticket ein Euro an ProAsyl gespendet wird. Zurufe und Applaus von den Fans.

Mit einem Tanzbattle von Fans, die auf die Bühne geholt wurden, leiteten Culcha Candela die zweite Hälfte des Konzerts und zu noch mehr Tanzen ein. Gerade die musikalisch spannende Mischung aus unterschiedlichsten Musikstilen macht hier die Besonderheiten aus. Auch, wenn es rhythmisch und textlich einfach bleibt, kann man sich den Beats nicht verwehren. Sie sind nicht Seeed und auch nicht Marteria, aber sie machen ihr Ding und das machen sie gut – schweißgebadet gehen die Fans aus der Halle, froh, ein bisschen Luft schnappen zu können. Und glücklich, weil der Abend bunt, lustig und abwechslungsreich war.(A.E.)

Fotos Culcha Candela

Fotos Soundbar

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