Teenie-Hip Hop mit Lil Xan in der Muffathalle

Lil XanEine Sache ist bei Hip Hop-Konzerten dieser Art immer, wirklich immer gewiss: Man riecht sie, bevor man sie sieht.
So auch bei Lil Xan, wenngleich man etwas überrascht ist von den wenigen Menschen in der Halle, die schon abgehangen war.
„I fuckin‘ love you“ war die Aussage des Abends, die neben treibenden Bässen und den langsamen Ansagen des Rappers Programm waren.

Mit „Slingshot“ und „Betrayed“ hat sich der 22-jährige Lil Xan einen Namen in der Welt des Hip Hop gemacht, seine Fans sind textsicher und leisten seinen Ansagen („Make some fuckin‘ noise“) brav Folge.

Als er seine Basecap in die Menge warf, kam es beinahe zu Ausschreitungen, ein paar kleinen Heulkrämpfen in der Frontrow und Hyperventilationen in den weiblichen Riegen.

Es ist ein nettes Konzert, das zu unterhalten vermag. Der nächste Eminem wird er jedoch definitiv nicht werden. Denn der war bei Lil Xans Geburt schon ziemlich fett im Geschäft und hat nur vier Jahre später mit „Stan“ einen der bedeutensten Songs der Rapgeschichte geschrieben.

Macht auch nichts – kurz nach 22 Uhr war das Konzert bereits vorbei (inklusive des Supports Piano Kollektiv) und so zogen müde getanzte Teenies mit den fetten Beats des Outros von dannen. Draußen warteten schon Mama und Papa.(A.E.)

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