Wenn Rock so tut, als ob – The Sounds im Backstage München

München, 26.11.13.   Laut waren sie. Laut und energisch, wenngleich ein bisschen weniger Attitüde ihnen sicherlich gut getan hätte: Victor & The Blood als Opener für The Sounds rockten das Backstage Werk und überzeugten das Publikum – zumindest anfänglich.

Mit einem langen Intro, blauem Licht und Nebel wurden The Sounds jubelnd begrüßt, vor allem von den Fans in den ersten Reihen.

Das Intro mutete allerdings ein wenig zu pathetisch an, wollte es doch nicht so recht zum ersten Song passen, der mehr nach Highschool-Rock klang. Schwedischer Indie-Rock mit leichtem Punk-Anklang, der durch die liebliche und doch rockige Stimme der Sängerin verfeinert wird.

Instrumental schleppen sie zuweilen dahin, wirken viele Passagen redundant und abgegriffen. Mit ihrem neuen und fünften Album sind sie momentan auf Tour – und es wird von den Fans durchaus positiv rezipiert.

Etwas enttäuschend dann auch, dass der Gesang nicht durchgehend zu hören war, da Schlagzeug und Bass ab und an übersteuert waren.

Dass sie Party machen und damit ihre Publikum begeistern können, bewiesen The Sounds an diesem Abend mit Bravour und somit feierte das Backstage ihre Band.

Es gibt Konzerte, bei denen sich leise Momente finden, welche Gänsehaut erregen und bei denen Tränen geweint werden. Hier ließen sich diese Momente fürwahr nicht finden, hier wurde gerockt. Mal affektiert, mal authentisch. Wenig Pathos, viel Gehüpfe und seichte Klänge. In ruhigeren Passagen überzeugte Maja Invasson – ihre Stimme klang auf einmal etwas melancholisch. Dennoch liegt ihr das Rockigere mehr, rutschte die Intonation ein wenig in den Hintergrund und ihre Stimme ab.

Musik, die man nebenher hören kann. Live fehlte das gewisse Etwas, man fühlte sich ein wenig verloren, wenngleich The Sounds durch Bühnenpräsenz beeindrucken konnten. (A.E.)

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Mehr Fotos The Sound  – Victor & The Blood

 

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