Hall of Fame? The Script zu Gast am 23.01.2013 im Kesselhaus München

München, 24.01.13.   „Hall of Fame“, so der Song und eine Kollaboration mit “will.i.am” von den Black Eyed Peas vom neuesten Album der irischen Band The Script, der 2012 in Deutschland Platz 2 und in Irland und Großbritannien Platz 1 erreichte. Doch der Erfolg bleibt wohl auch eher der Tatsache geschuldet, dass er zum offiziellen Titelsong des Films „Kokowääh 2“ (Til Schweiger) wurde. Das Album #3 erreichte ebenfalls Bestplatzierungen.

Wirklich so „fame“?

The Original Rudeboys mit akustischem Hip Hop traten als Support auf und gaben dem gut besuchten Kesselhaus einen Vorgeschmack vom Hauptact.

Mit licht-und lasergewaltiger Bühnenshow kamen die Iren unter Jubelrufen der Fans auf die Bühne, ihre Songs waren allseits bekannt.

Da wurden die Smartphones und Kameras gezückt und unentwegt Bilder und Videos gemacht, das Publikum feierte den Pop-Rock, der sich unverkennbar am Mainstream anlehnt.

Sänger und Kyboarder der dreiköpfigen Band Daniel O’Donoghue (Mark Sheehan, Gitarre und Glen Power, Schlagzeug) wusste mit einigen Anekdoten und Witzen das Publikum zum Lachen zu bringen, aber vor allem wollte er seine Fans zum Mitsingen animieren, was ihm auch sehr gut gelang.

Einen Höhepunkt des Konzerts stellte definitiv die Performance von „We Cry“ dar – das hingerissene Publikum feierte diesen Song lauthals und auch O’Donoghue schien mehr als gerührt zu sein, die Fans mit Zeilen wie „Well she gets that call / Hope’s too far gone / Her baby’s on the way / but nothing left inside / together we cry“ zu bewegen.

Mitsingen. Feuerzeuge, die gezückt werden. Tränen, schwelgen, berührt sein. Diese ganz besondere Atmosphäre, die ein Konzert ab einem gewissen Zeitpunkt über kurz oder lang innehat und die es zu etwas Einzigartigem macht, konnte leider nicht erzeugt werden. Ob dies nun an der Band, dem Publikum oder der Songauswahl lag, bleibt wohl unergründet, doch halten The Script live leider nicht das, was sie im Studio und auf ihren Alben versprechen. Schade, denn das Potenzial zum Rocken haben sie definitiv – was aber bleibt auf der Bühne?

Eine pop-rockige Performance, die man zuweilen gerne im Autoradio hört, aber welche als Konzert in großen Hallen noch ausbaufähig wäre; da fehlte die Ernsthaftigkeit und Reife und die Intention der meisten Songs konnte nicht übermittelt werden, der „Funke“ ist nicht übergesprungen.

Warten wir dennoch gespannt auf das nächste Album, welches sicherlich einige Überraschungen beinhalten wird.(A.E.)

Fotos THE SCRIPT

 

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