Luxuslärm rockten die Freiheizhalle München

Von Rock, Emotionen und der Gänsehaut

München, 19.03.14.   Sie sind, und das sagen sie selbst, dafür bekannt, auf der Bühne zu stehen und Party zu machen. Bei Luxuslärm bleibt kein Tanzbein ungeschwungen, schlechte Laune kann demnach also gar nicht erst aufkommen. Wieso auch? Frontfrau Jini Meyer weiß, wie man dem Publikum einheizt und Party macht. Luxuslärm bewegen sich zwischen Rock, Sanftheit und hartem Sound. Als sie auf die Bühne kommen, brandet Applaus und Jubel auf, die textsicheren Fans freuen sich ehrlich, ihre Band zu sehen.

Es ist auch nie wirklich still geworden um die Band, die bereits 2003 angefangen hat, Musik zu machen. Sie rocken die Bühne mit lauten Songs, doch dann, wenn Jini erklärt, dass es Menschen gibt, die ein solches Konzert nicht erleben können, die sich nicht darauf einlassen können oder nicht fühlen können, was Musik bedeutet, wird es still. Auch in der Musik und da erklingt eine Seite von Luxuslärm, die zart ist. Man kann sich live auf die Musik einlassen, die einen trägt, mit auf eine Reise nimmt. Ja, sie regt zum Nachdenken an, ist still. Es kommen intime Momente auf, bevor man aus diesem Traum erwacht und das rasante Konzert weitergeht.

An einigen Stellen erinnern sie an bekannte Deutsch-Rock-Pop-Bands wie Silbermond oder Juli. Doch mit dem, was sie live bieten, grenzen sie sich stark ab, finden einen Weg zu ihrem Publikum, erzählen kleine Geschichten.

Ein bisschen Swing findet sich in ihren neuen Songs wieder, was vielleicht ungewohnt und neu sein mag, aber beim Publikum immens gut ankommt. Ja, man findet sich in den Texten von Luxuslärm wieder, fühlt sich geborgen, umarmt und sehr, sehr wohl. Es gibt keine angreifende Gesellschaftskritik, es werden keine Moralpredigten gehalten. Es ist ehrliche, authentische Musik, die an keiner einzigen Stelle so tut, als ob.

Luxuslärm bieten mit ihrer Show eine brillante Bühnenpräsenz, rocken das Freiheiz und auch, wenn sie an der einen oder anderen Stelle etwas poppig werden, fehlt es nicht an Biss.

Vor allem die Unplugged-Einlage bot eine warme, schöne und ruhige Abwechslung und erinnert an die Konzerttour von 2012.

Ja, mit ihrer Musik lassen sie einen Erinnerungen verbinden, verweichlichen das Publikum aber nicht bis hin zur Melancholie oder gar zu großem Pathos. Ein Konzert, das gute Laune macht und aus dem man mit jeder Menge Ohrwürmern herauskommt. Hinein in die kalte Nacht, gewärmt von der Musik.(A.E.)

Fotos Luxuslärm

Fotos Redweik

 

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