Main-Act statt Afterparty-Sound – „Life Is Easy“ von Afterpartees

Ein Balanceakt ziert das quietschgelbe Cover des Albums. Anbei die Erklärung: „Life Is Easy“, gleichzeitig wohl Lebensweisheit, Selbstkritik, als auch der Titel des zweiten Albums von Afterpartees. Der Titelsong ist, wie sollte es auch anders sein, ein kurzer Abriss über die Einfachheit des Lebens, mit Einschränkungen. Ganz so einfach ist das eben doch nicht. „Life is easy, … when you‘re not hurting.“

Auch in Bezug auf die  musikalischen Arrangements bedient sich die niederländische Garage-Indie-Band nicht unbedingt der Genügsamkeit, Gott sei Dank. Zwar ohne Schnörkel, aber dennoch mit Bedacht komponiert, stellen Afterpartees ihr Talent zur Schau. Lässig und keck, ein wenig unpräzise schreddern die fünf Jungspunde Zeile für Zeile, Song für Song durch ihre zweite Scheibe.

 

 

Der Opener des Albums ist ein Stück Lebensgefühl. „Ultimate Worriers“ führt auf direktem Weg auf die Sonnenseite. Sich Treiben lassen, Reden, Nichts tun, eine rauchige Stimme, ein klarer Beat und ein paar luftige Gitarren-Riffs, Fertig. Nicht umsonst werden „Afterpartees“ schon jetzt als Nachfolger der Kakkmaddafakka gehandelt.

Auch der Romantik hat das Quintett Platz eingeräumt. Zwei gemeinsam gegen die Welt wird in „Be With U“ verhandelt, bevor das Album mit „Let‘s Talk It Over“ wieder den treibenden Road-Trip-Character zurückbekommt.

Mit ihrem zweiten Album, das am 16. März erscheint, haben sich die Niederländer definitiv einen Namen gemacht, Main Act statt Afterparty-Sound!(P.P.)