Neue Ladung Austropop – „Magic Life“ von Bilderbuch

Seit ihrem Durchstarter mit „Schick Schock“ vor zwei Jahren, konnten es abertausend Fans nicht erwarten. Die Welt wartete auf „Magic Life“. Nun ist das neue Album von Bilderbuch raus und es ist kompliziert. Soll nicht heißen, dass es an Genialität verloren hat, ganz im Gegenteil, aber im Vergleich  zum Vorgänger braucht es seine Zeit, um die Melodien im Kopf zu verankern. Nach zwei, drei mal Hören ist die Sucht aber wieder entfacht und zwar stärker denn je.

Das Album beginnt mit einem instrumentalen Intro, 45 Sekunden „Carpe Diem“, elektronisch aufgeladen, vielleicht ein verborgenes Motto mit Interpretationsfreiraum für den großen Titel „Magic Life“.

 

 

Dann folgt auch schon das erste Highlight des Albums, „I ❤ Stress“, eine ironische Hymne auf die moderne Gesellschaft, die nicht zur Ruhe kommt. Geführt von konstanten Beats und leicht verzerrter Stimme steuert die Melodie auf den hymnischen Chorus zu, der exzentrisch arrangiert in eine Liebeserklärung an den ständigen Begleiter endet.

Bilderbuch sind Wortmaler. Nicht im Sinne von tiefgründigen Poesien, der arrogant vorgesäuselte Text mit charmantem österreichischen Einschlag ist Visitenkarte und Erfolgsgeheimnis zu gleich.

Mit sanglichen Ohrwürmern knüpfen Bilderbuch an den Schick-Schock-Hype an und erweitern gleichzeitig das Potenzial des Albums durch musikalischen Detailreichtum. Von Fangesang bis hin zu Vuvuzela-Trompeten umspielen durchkomponierte Geräuschkulissen Bungalows, Latenightshows, babylonische Liebe, Sneakers und Auflader.

Spritzig, exzentrisch und sexy, die neue Ladung Austropop „Magic Life“ bietet 200%.(P.P.)