Neues Album, neuer Stil – „Jet Plane And Oxbow“ von Shearwater

Shearwater_JetPlaneOxbow_3600Ein bisschen Tetris, ein bisschen spährische Tonleitern, ein bisschen Paukenschlag: so beginnt der erste Song „Prime“ von „Jet Plane And Oxbow“ und legt die Messlatte hoch.

Shearwater gelingt es, dieses Niveau zu halten und kreiert mit „Jet Plane And Oxbow“ ein vielseitiges Album mit insgesamt 11 Songs zwischen Indie und Rock, verfeinert mit einer charmanten Note Elektropop, keine typische Tanzmusik aber auch zu präsent für den Sound im Hintergrund, mal leise, mal laut und mit bunten Variationen der Tonpalette rund um seine Stimme.

Während meistens eher zweites zutrifft und Shearwater mit Songs wie „Quiet Americains“ oder „Radio Silence“, die von den schroffen Riffs leben, die Ruhe bricht, fällt „Only Child“ aus dem Raster. Ruhig und reduziert läuft der typischste unter den Indie-Songs, leichte, warme musikalische Parts wechseln sich ab mit dem kräftigen gefühlvollen Refrain, auf Gefühlsduseleien wird jedoch glücklicherweise verzichtet. Shearwater kann bedacht und ruhig, sein extrovertierter Stilwandel steht ihm jedoch noch viel besser.

Zu Shearwaters Klängen machen sich Bilder und Szenen im Kopf breit, die Songs erinnern in kurzen Parts immer wieder an Filmmusik. Diese anspruchsvollen Klangvariationen, die durch den Filmkoponisten Brian Reitzell Einzug fanden, verleihen „Jet Plane And Oxbow“ das musikalische I-Tüpfelchen.

„Jet Plane And Oxbow“ erscheint am 22. Januar und ist allen Shearwaterfans zu empfehlen, denn die Weiterentwicklung seines Stils steht ihm ausgesprochen gut.(P.P.)