Vollblutrock – „Greater Divides“ von Arliss Nancy

Arliss Nancy_greater divides_coverWilde Tiere in Weiß und Sandfarbe auf dem Cover, ein bisschen wilder Westen, so begegnet einem der dritte Streich von Arliss Nancy, ihr neues Album „Greater Divides“, das am 13. Mai 2016 erscheint. Soll nicht heißen, dass man flachen Cowboycountry erwarten darf, Arliss Nancy sind Vollblutrocker. Ihr Sound ist rauchig bis verrucht, energisch, behält dabei aber immer eine angenehme Weite. Einen großen Teil trägt dazu die fantastisch raue Stimme von Cory Call bei. Obwohl die Vocals gewissermaßen im Vordergrund stehen, gewinnen sie dabei nie Überhand, Teil des Erfolgsrezepts.

Ein Highlight des Albums ist der Song „Finches“. Die dominante Melodie der E-Gitarre kündigt mit ihrem Eröffnungssolo Großes an, dann treiben versetzte Pianochords und die noch zurückgenommene Stimme den Song vorwärts. Nicht schwer zu erraten folgt ein Ausbruch, begleitet von kräftigen Drums, bis ein Tempowechsel den Lauf stoppt. Dadurch wird jedoch nicht die Luft rausgenommen, sondern Raum geschaffen, und vorbereitet auf das leidenschaftlichste Gitarrensolo des Albums.

In „Don´t You Forget“ heißt es: „Listen to me once, listen to me twice“, das ist im Rahmen der gelungenen Rockscheibe mehr eine Vorwarnung des Suchtpotenzials, als eine Aufforderung.

„Greater Divides“ ist ein energiegeladenes, aber ausgewogenes Album, mit dem Arliss Nancy Fans von Bands, wie The Gaslight Anthem, spätestens jetzt zu ihren eigenen zählen dürfen. Mit „Greater Divides“, was übersetzt so viel heißt, wie: „größere Kluft“, bauen Arliss Nancy nicht nur Brücken zwischen den harten Rockern und den Emotionfans, sie klettern damit immer weiter Richtung Rockolymp.(P.P.)

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