Wenn Träumen erlaubt ist – Fjarill & Band am Donnerstag im Ampere München

München, 27.01.14.   Sie machen so leichte Musik, beinahe schwerelos, dass man kaum wagt, zu atmen. Jeder Ton, jede Melodie und jeder Satz ist prägnant, brillant und trifft den Zuhörer mitten ins Herz. 

Die schwedische Folk-Rock Band Fjarill, die aus Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel besteht, hat sich in Hamburg gegründet und seitdem machen sie eingängige Musik, ein bisschen Folk, ein bisschen Singer-Songwriter. Das alles begleitet von Violine, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug.

Es sind zarte, seichte, träumerische Melodien, die an diesem Abend erklingen. Das Publikum, welches sitzt, lauscht andächtig. Kaum einer wagt es, zu laut Luft zu holen. Die Songs von Fjarill erzählen Geschichten, jede für sich individuell, spannend. Jede für sich besonders. Es sind Geschichten, die zu der Band passen, welche ein wenig melancholisch sind, aber dennoch nicht traurig.

Wie Schneeflocken fallen die Klänge, samtig und weich. Sie bilden einen dichten Klangteppich – schlicht, leise und intim.

Es ist beinahe überbordende Flauschigkeit, nicht im Ansatz kitschig oder zu buttrig. Weit entfernt von Klischees, die entstehen, sobald Bands eine Geige zum Einsatz bringen. Im Gegenteil: Es ist die lockere Bogenhaltung, die Arpeggien und die Flageolettes, welche passend begleiten.

Eine wunderbare Mischung ist es, die einen in den Abend begleitet und es sind Melodien, die noch lange nachklingen. Zwar leise, aber intensiv.(A.E.)

Fotos Fjarill & Band

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